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Mit einem neuen Store versucht Amazon offenbar auch an 3D-Druckern teilzuhaben. Noch ist das Geschäft rund um die Drucker auf kleine Händler und Bastler beschränkt, Amazon aber könnte die Branche - nicht ohne Eigennutz - voranbringen.


Amazon 3D Printing Store
© Screenshot 1996-2014, Amazon.com

In einer Pressemitteilung, die gestern veröffentlicht wurde, wird ein neuer Shop namens „3D Printed Products“ vorgestellt, in dem Kunden aus momentan über 200 Produkten von Drittherstellern wählen können, die dann per 3D-Drucker erschaffen und verschickt werden.

Das Besondere an dem Angebot ist allerdings, dass die Produkte vor dem Kauf durch zusätzliche Optionen noch personalisiert und in einer 360°-Ansicht betrachtet werden können. Der Grad der Gestaltungsoptionen ist von jedem der Anbieter selbst festgelegt, sodass zwar ein begrenzter Rahmen vorgegeben ist, in dem sich aber ausgetobt werden kann. Ist der Kunde mit dem Ergebnis zufrieden, wird der Kauf abgeschlossen und das georderte Produkt wird dann ausgedruckt, wenn nötig eingefärbt und verschickt.

Kleines, aber breites Angebot

Die Preise für die Produkte liegen meist um die 30 US-Dollar, wobei wie immer nach oben hin noch viel Luft ist. Das zeigt sich vor allem bei aufwendigeren Produkten wie Schmuck oder Dekorationsgegenstände wie zum Beispiel Vasen. Exklusivere Designs benötigen mehr Material und Aufwand, wodurch die teilweise sehr hohen Preise zu erklären sind.

Das Sortiment umfasst im Moment hauptsächlich Dekorationsgegenstände, die teilweise recht beeindruckend gestaltet sind und neugierige Betrachter eine Weile beschäftigen können. Daneben können Kunden Schmuck, Spielzeugen und praktischen Gegenständen wie Weinglashaltern oder Smartphone-Hüllen entdecken. Auf den ersten Blick eignen sich einige der Produkte vorrangig zum Verschenken, wie zum Beispiel personalisierte Wackelkopf-Figuren (Bobbleheads).

© Screenshot 1996-2014, Amazon.com

Versand ins Ausland nicht immer möglich

Ein paar Mankos gibt es bei dem neuen Store aber durchaus: so ist das Angebot im Moment noch recht gering und auch eigene Designs lassen sich im Moment nicht über den Store verwirklichen. Hier liegt Amazon hinter anderen Anbietern wie Shapeways zurück, bei denen Kunden ihre eigenen Designs verwirklichen lassen können. Vermutlich will Amazon die Kontrolle über die Produkte behalten, um die Kunden nicht erst über die Möglichkeiten des 3D-Druckens aufklären zu müssen. Zudem kann, zumindest zur jetzigen Zeit, nur auf US-amerikanische Anbieter zurückgegriffen werden, wobei sich bei Lieferungen ins Ausland einige Probleme ergeben. Wie Der Standard berichtet, versendet Anbieter Mixee Labs seine Figuren zum Beispiel nicht nach Österreich, der Anbieter Carrythewhat? allerdings schon.


Sollte der neue Store von Amazon Erfolg haben und sich die Technologie des 3D-Drucks noch wesentlich weiter entwickeln, so könnte es sein, dass in Zukunft Waren ganz anders angeboten werden können wie bisher. Dann könnten zum Beispiel unterschiedliche Größen einer Ware überflüssig werden und der Kunde bekommt vielleicht bald nur ein Basismuster, das dann weiter optimiert und personalisiert werden kann, bis es den Wünschen des Kunden genügt – und wer weiß, vielleicht gibt es auch bald Kleidung aus dem Drucker, die genau auf den Kunden zugeschnitten wird. Die Zukunft wird es zeigen.






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