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Mit „Doom Patrol“ ist ein Geheimtipp ab sofort in Deutschland über Prime Video verfügbar. Das Spin-Off der Serie „Titans“ lockt mit kaputten Helden und Retro-Optik.

Doom Patrol Szenenbild
© Amazon

„Endlich mal wieder was mit Superhelden!“ – das denkt sich wohl heutzutage kaum jemand ernsthaft. Comic-Verfilmungen und Serien über Superhelden sind spätestens, seitdem Marvel zum „Cinematic Universe“ geformt wurde, Garanten für gefüllte Kassen und Top-Einschaltquoten. Es wird aber allein angesichts der schieren Größe des Angebots immer schwieriger, sich von der Masse abzusetzen. Mit eher nihilistischen, satirischen oder explizit erwachsenen Prämissen kann dies allerdings durchaus gelingen. „Deadpool“ schaffte mit expliziter Gewalt und tiefschwarzem Humor einen gelungenen Gegenentwurf zur Marvel-Gleichförmigkeit, die Comic-Serie „The Boys“, die bei Amazon Prime beheimatet ist, erweiterte diesen Gegenentwurf noch um eine „Watchmen“-Komponente samt kaum verhohlener Disney-Kritik.

So ist Doom Patrol: Selbstfindung und pupsende Esel

In eine ähnliche Kerbe möchte nun auch „Doom Patrol“ schlagen, die Superhelden-Serie von Jeremy Carver, deren erste Staffel seit dieser Woche bei Prime Video verfügbar ist. Wobei der Begriff „Superhelden“ in diesem Zusammenhang nur teilweise passt. „Doom Patrol“ ist ein Spin-Off der DC-Serie „Titan“. Die namensgebende Doom Patrol besteht eher aus kaputten Existenzen als aus strahlenden Helden. Da gibt es etwa Robotman (Brendan Fraser), in dem das Gehirn des Rennfahrers Cliff Steele steckt, das nach einem Unfall in einen Roboterkörper verpflanzt wurde. Oder Jane (Diane Guerrero), eine junge Frau mit einer Identitätsstörung, die 64 Persönlichkeiten mit verschiedenen Superkräften hat. Oder Rita (April Bowlby), die mal Schauspielerin war, nun aber damit zu kämpfen hat, dass sie unter Stress ihre Körperform verliert.

Die Protagonisten der Serie finden Zuflucht im Doom Manor des Chiefs (Timothy Dalton), der sich um sie kümmert wie Professor X um seine X-Men. Der große Gegenspieler Mr. Nobody wird gespielt von Alan Tudyk. Die Doom Patrol kämpft im Verlauf der Serie darum, einen Sinn im eigenen Leben zu finden, eine Aufgabe in der Welt der 60er Jahre. Es sind keine Superhelden, sondern gescheiterte Persönlichkeiten, die lernen wollen und müssen, aus ihrem Makel eine Stärke zu machen.

Das geschieht im Verlauf der 15 Folgen der ersten Staffel ungewohnt düster, aber auch versetzt mit einer guten Prise abseitigem Humor. Wer zum Beispiel über einen Esel lachen kann, der die Botschaft „The Mind Is The Limit“ pupst (!), der kommt bei „Doom Patrol“ auf seine Kosten. Wer schönen, starken Menschen bei der Weltrettung zusehen möchte, könnte allerdings enttäuscht werden. Presse und Fans der Serie zeigen sich begeistert, eine zweite Staffel ist bereits bestellt. Fraglich ist aber, wann diese in Deutschland erscheinen wird. „Doom Patrol“ startete als „Amazon Exclusive“ am 7. Oktober in Deutschland und damit ganze acht Monate nach dem US-Start.

/ Geschrieben von Christoph Pech





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