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Amazon Prime ist für das Unternehmen Amazon eine wahre Goldgrube. Die Prime-Kunden geben mehr Geld als die restlichen Amazon-Kunden aus und zahlen zusätzlich noch eine Jahresgebühr. Kein Wunder, dass Amazon alles daran setzt, mehr Prime-Mitglieder zu bekommen.

© 1996-2014, Amazon.com (Screenshot)

Vor neun Jahren hat Amazon seine „Premium-Mitgliedschaft“ Amazon Prime eingeführt. Seitdem hat der US-Konzern das Programm immer wieder angepasst und erweitert und verfügt heute über mehr als 20 Millionen zahlende Prime-Mitglieder weltweit. Nicht nur garantiert die Prime-Mitgliedschaft Amazon zusätzliche Einnahmen, der Konzern überrollt durch seine aggressive Preis- und Leistungspolitik die gesamte Branche.

Wer Prime-Mitglied wird, dem verspricht Amazon kürzere Lieferzeiten auf ausgewählte Produkte, kostenlose E-Books, Zugang zu Amazons Film- und Musik-Streaming-Angebot und Zugriff auf von Amazon selbst produzierte Serien. Dekoriert wird das Angebot mit von Amazon exklusiv vorgestellten Filmpremieren.

Zwischen 20 und 25 Millionen Prime-Mitglieder weltweit

In den USA bezahlen die Prime-Mitglieder pro Jahr eine Mitgliedsgebühr von 99 US-Dollar, in Deutschland sind es aktuell 49 Euro. Studenten bekommen in bestimmten Aktionen die Mitgliedschaft zunächst kostenlos, in der Hoffnung dass sie im Anschluss zahlende Mitglieder werden.

Doch was bedeutet Amazon Prime eigentlich für Amazon? Experten gehen davon aus, dass die Jahresgebühr für Amazon eine reine Einnahme darstellt. Bei mindestens 20 Millionen Mitgliedern weltweit eine Summe im mehrstelligen Milliardenbereich, die Amazon pro Jahr einnimmt. Schätzungen gehen davon aus, dass es bis zum Jahr 2017 gar 25 Millionen Prime-Mitglieder weltweit geben wird, andere Quellen sprechen heute schon von 25 Millionen Mitgliedern.

Prime-Mitglieder sind die besten Amazon-Kunden

Prime-Mitglieder sind für Amazon nicht nur wegen der Jahresgebühr besonders rentabel: Im Jahr 2012 waren nur vier Prozent der insgesamt 182 Millionen Amazon-Kunden Prime-Mitglieder. Und dennoch sorgten sie für zehn Prozent der gesamten Einkäufe bei Amazon. Prime-Mitglieder geben offenbar mehr als zweieinhalb Mal so viel aus, wie die restlichen Amazon-Kunden. Normale Amazon-Kunden gaben in den USA im Jahr 2012 durchschnittlich 505 US-Dollar im Jahr aus. Prime-Mitglieder im gleichen Zeitraum durchschnittlich 1.224 US-Dollar. Unverständlich also, warum Amazon Anfang des Jahres die Gebühren für die Prime-Mitgliedschaft aus „Kostengründen“ angehoben hat, bedeutet die Gebühr doch eine reine Einnahme für den Konzern.

Kein Wunder also, dass Amazon seine Prime-Politik aggressiv bewirbt und die gesamte Branche zu seinen Gunsten umstrukturieren möchte. Amazon kritisiert zum Beispiel Paketzustelldienste, weil sie dem Unternehmen zufolge nicht fähig seien, dem Leistungsdruck von Amazon standzuhalten und nicht schnell genug liefern würden. Deshalb versucht Amazon Schritt für Schritt eigene Zustelldienste zu etablieren, oder droht zumindest damit. Schließlich wollen die Prime-Mitglieder gehalten und mit neuen Versprechungen umworben werden.

Amazon muss nicht wirklich eine Konkurrenz fürchten

Doch während Amazon Milliarden durch seine Prime-Mitglieder einnimmt, leidet die restliche Online-Branche an den hohen Maßstäben, die Amazon den Kunden verspricht. Nicht selten sind Kunden verärgert, wenn sie zum Beispiel bei anderen, oft kleinen Online-Händlern etwas bestellen und die Lieferung nicht in kürzester Zeit bei ihnen ankommt.

Gewinnt einer, muss ein anderer verlieren. Eine simple Marktregel, die im Falle von Amazon nur zu gut passt. Während Amazon mit Amazon-Prime weiter seine Monopolstellung ausbaut, bleiben zahlreiche Unternehmen auf der Strecke.

Andere wiederum, wie eBay oder Google, versuchen im weitesten Sinn Prime-ähnliche Dienste aufzubauen. Google möchte mit Google Shopping Express eine vergleichbare Mitgliedschaft in den USA anbieten, auch wenn Google in Sachen Online-Handel weit hinter Amazon liegt. Auch eBay versucht sich mit eBay Now an einem Same-Day-Delivery-Dienst in den USA, doch Experten gehen davon aus, dass eBay den Dienst bald wieder aufgeben werde, weil er sich nicht rechnen soll. Eine wirkliche Konkurrenz für Amazon Prime gibt es eigentlich nicht.






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