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Amazon wird Medienberichten zufolge wohl schon bald mit seinem neuen Angebot, Prime Reading, in Deutschland an den Start gehen. Der Flatrate-Service von E-Books ist bisher nur in den USA erhältlich, soll nun aber auch den Bücherratten hierzulande Lesestoff bis zum Abwinken bereitstellen.


E-Book Kindle
© Erlo Brown / Shutterstock.com

Das Angebot steht Leseratten in den USA schon länger zur Verfügung. Für 10.99 US-Dollar pro Monat erhalten Amazon-Kunden neben dem unbegrenzten Zugang auf Filme, Musik und Hörbücher auch den Zugriff auf eine Bibliothek von rund 1000 E-Books. Alle drei Monate wird das Sortiment der Bücher erneuert. Ob Amazon auch hierzulande eine solch große Auswahl wie in den USA zu Verfügung stellen wird, bleibt abzuwarten. Aktuell sollen aber schon die ersten Autoren per Mail kontaktiert und für das neue Programm akquiriert worden sein.

Angebot für Autoren aus Deutschland

Wie das Portal selfpublisherbibel berichtet, sollen deutsche Autoren Einladungen für das Prime Reading Angebot von Amazon erhalten haben. Wer sich beteiligen möchte, stellt sein E-Book 90 Tage lang zur kostenlosen Verfügung von Prime Kunden. Die einmalige Gage dafür beträgt, je nach Verkaufszahlen, angeblich um die 200 bis 1000 Euro. Wird das Buch von Nicht-Prime Kunden heruntergeladen, erhält der Autor wie gehabt die übliche Vergütung.

Ist Prime Reading für Autoren lohnenswert?

Für die Bücherratten unter den Amazon-Kunden würde sich ein solches Angebot sicherlich lohnen. Ohne Reue lässt sich so auch in Bücher reinschnuppern, die man sich unter normalen Umständen vielleicht nicht gekauft hätte. Aktuell kostet das Prime-Angebot 69 Euro im Jahr und beinhaltet neben dem kostenlosen Premiumversand und Prime Video, auch den Zugriff auf eine große Musikdatenbank, Rabatte auf aktuelle Videospiele und einen unbegrenzten Speicherplatz für Fotos. Mit Prime Reading könnte Amazon einer weiteren Zielgruppe diese kostenpflichtige Mitgliedschaft schmackhaft machen.

Ob das Angebot für Autoren lohnenswert ist, muss abgewägt werden. Hier sollte man sich die Frage stellen, ob die von Amazon einmaligen Gagen den tatsächlichen Einnahmen von drei Monaten entsprechen. Interessant ist ein solches Angebot sicherlich für Erstautoren, die sich so eine Fanbase aufbauen können, ohne ihr Buch ganz umsonst auf den Markt bringen zu müssen.

Eigenständig anmelden können sich die Autoren für das Prime Reading Programm nicht, da Amazon die Bücher selbst aussucht und sich mit den entsprechenden Kandidaten in Verbindung setzt. Wir sind gespannt, wann Amazon mit dem neuen Service um die Ecke kommen wird und ob es hält, was es verspricht.

/ Geschrieben von Corinna Flemming





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