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Wie Nachforschungen jetzt gezeigt haben, listen die Amazon Empfehlungen für zusammengekaufte Artikel Produkte auf, welche sich für den Bau eines explosiven Gegenstandes eignen. Update: Amazon will nach den Vorwürfen seine Kaufempfehlungen überarbeiten.

Explosion im Comic-Stil
© Yuran1 – shutterstock.com

Durch das Feature „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ bietet Amazon seinen Nutzern einen zusätzlichen Service an. Schaut man sich beispielsweise ein neues Smartphone an, wird gleichzeitig eine neue Hülle mit angeboten. Diese Empfehlungen können aber auch zu teils gefährlichen Situationen führen. Wie das britische Fernsehprogramm Channel 4 News jetzt herausgefunden hat, werden in den Empfehlungen auch Produkte angezeigt, die alleine zwar harmlos sind, zusammen aber Grundlage für eine Bombe liefern können.

„Häufig zusammen gekauft“ listet gefährliche Produktkombinationen

Wie die Nachrichtensendung auf ihrer eigenen Website bekannt gibt, erscheinen bei der Suche nach einer herkömmlichen chemischen Verbindung, wie sie auch in der Nahrungsproduktion verwendet wird, bestimmte Bestandteile in den Empfehlungen, aus denen sich explosives Schwarzpulver herstellen lässt. Auch eine Zündschnur wird zusammen mit einem elektronischen Zündsystem auf einer Seite angezeigt, was sich beides für die Herstellung einer Fernzündung eignet. Auch wenn der Besitz dieser Produkte nicht verboten ist, lassen sich aus einer Kombination dieser Artikel gefährliche Gegenstände zusammenbauen. Die Listung all dieser Artikel unter der Kategorie „Häufig zusammen gekauft“ stuft die britische Politikerin Yvette Cooper als „sehr beunruhigend“ ein.

Amazon bestätigt, dass alle angebotenen Produkte den Verkaufsrichtlinien des Online-Händlers und den britischen Gesetzen entsprechen müssen. Zusätzlich werde man eng mit der Polizei und gesetzlichen Behörden zusammenarbeiten, sollten diese bei der Untersuchung eines bestimmten Falls Hilfe benötigen.

Update: Amazon will Kaufempfehlungen überarbeiten

Der Versandhändler hat auf die Vorwürfe von Channel 4 News reagiert und will die Website und angezeigten Kaufempfehlungen nun einer Prüfung unterziehen. „Angesichts jüngster Ereignisse prüfen wir unsere Website, um sicherzustellen, dass alle Produkte in angemessener Weise dargestellt werden“, wird Amazon vom Handelsblatt zitiert.

/ Geschrieben von Corinna Flemming





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