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Kennen Sie Surge? Nein? Dann liegt es wohl daran, dass der Softdrink der in den USA der 1990er Jahre eine riesige Fanbase hatte, nie in Deutschland erschienen ist. Und eben jene Fanbase hat nun dafür gesorgt, dass Coca Cola Surge wieder neu aufgelegt hat – und zwar als begrenztes Angebot exklusiv auf Amazon.com

Surge Movement
© Surge Movement Werbetafel - 2014 Surge Movement

Surge, das Konkurrenzprodukt Coca Colas zum beliebten Softdrink Mountain Dew von Pepsi, kam im Jahr 1996 in den US-Handel. Die Produktion von Surge lief bis 2003, als Coca Cola das Getränk endgültig vom Markt nahm. Doch Surge hatte auch später immer noch genug Fans, sodass nach dem Aufkommen sozialer Netzwerke immer wieder Fanseiten auf MySpace und später auch auf Facebook erstellt wurden. Die wohl zugkräftigste dieser Seiten war die Facebook-Gruppe „Surge Movement“ mit über 128,000 Fans – die sogar für eine Werbetafel in der Nähe des Coca Cola Hauptquartiers per Crowdfunding bezahlte, damit Surge zurückkommt.  Sie hielten die Mitglieder an, die Facebook-Seite von Coca Cola mit Fragen nach Surge zu fluten und sich auch deswegen bei der Kundenhotline des Unternehmens zu melden.

Coca Cola reagiert auf Fans

Nun hatten sie damit Erfolg, denn gestern brachte Coca Cola in Zusammenarbeit mit Amazon, Surge in begrenzter Stückzahl wieder zurück. Die Dosen, bedruckt im Originaldesign aus den Neunzigern. wurden als 12er-Pack über Amazon verkauft und waren innerhalb weniger Stunden vergriffen (leider ist nicht bekannt, wie viele Dosen Coca Cola im Vorfeld der Aktion abgefüllt hatte). Diese Aktion wurde von Coca Cola als „erste E-Commerce-Wiedereinführung in der Firmengeschichte“ betitelt. Doch der Ausflug in den E-Commerce hat sich für beide Unternehmen gelohnt. Coca Cola macht den Fans zudem Hoffnung, dass Surge eventuell auch in den regulären Handel zurückkehren könnte.

Neue Art des Vertriebs?

Ursprünglich wollte Coca Cola mit dieser Aktion den Markt sondieren, um zu sehen, ob überhaupt noch Interesse nach sprudelnden Softdrinks besteht, denn die Nachfrage nach kohlensäurehaltigen Getränken ist in den USA in den letzten Jahren stetig gesunken. Laut Coca Cola bietet der Vertrieb über Amazon vor allem kleineren Marken Vorteile beim Verkauf. Es können Margen von Produkten produziert werden, die direkt online verkauft werden können, ohne den Umweg in die Geschäfte und die damit entstehenden Kosten in Kauf nehmen zu müssen. Auch gab es für diese Aktion keine „traditionelle“ Werbung über TV, Radio und Zeitungen, die Aktion wurde nur online beworben. Ein Glücksgriff, wie sich an den Verkäufen zeigte.

 

Es bleibt zu hoffen, dass andere Lebensmittelhersteller das Comeback von Surge als Beispiel nehmen, um ihre Fans mit lieb gewonnenen Nahrungsmitteln zu versorgen. Vielleicht gibt es ja bald ein „Crystal Pepsi Movement“.