Logo amazon Watchblog

Der Kleinkrieg zwischen Google und Amazon geht in die nächste Runde: Künftig will der Online-Händler keine Produkte mehr der Google-Tochter Nest über seine Plattform verkaufen.

Nest Gerät Sicherheit
© Nest

Die Streitigkeiten zwischen Amazon und Google gehen weiter. Bereits im vergangenen Jahr soll Amazon den Mitarbeitern von Nest in einer Telefonkonferenz mitgeteilt haben, dessen neue Smart-Home-Produkte nicht auf der eigenen Plattform zu listen. Zu den ausgesperrten Artikeln gehört der smarte Heizungsthermostat sowie das Sicherheitssystem Home Security. Dieser Schritt von Amazon könnte nun als nächste Stichelei gegen Google angesehen werden, dessen Konkurrenzkampf sich inzwischen auf weitere Bereiche ausgeweitet hat.

Anweisung sei „von ganz oben“ gekommen

Nach Informationen des Business Insiders soll man den Mitarbeitern von Nest versichert haben, die Entscheidung hätte nichts mit der Qualität der Produkte zu tun, sie haben immerhin sehr gute Bewertungen auf Amazon. Vielmehr wurde betont, dass die Entscheidung von „ganz oben“ gekommen sei. Nest-Mitarbeiter seien daraufhin davon ausgegangen, Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos habe den Beschluss getroffen und ihrerseits eine Entscheidung gefällt: Zwar werde man die Restbestände aller Nest-Produkte noch auf Amazon verkaufen, danach aber keine Geräte mehr auf dem Marktplatz listen. Ob sich dieser Entschluss auch auf die externen Händler des Amazon Marketplace bezieht, wurde nicht kommuniziert.

Kleinkrieg mit epischem Ausmaß

Der seit gut zwei Jahren laufende Kampf zwischen den beiden US-Konzernen Amazon und Google hat sich in den letzten Monaten immer weiter hochgeschaukelt. Nachdem Amazon Googles Chromecast-Produkte aus seinem Shop verbannt hat, blockte Google wiederum seinen Streamingdienst YouTube auf allen Amazon-Geräten. Nun scheint der Online-Riese mit der Sperrung der Nest-Produkte eine erneute Retourkutsche gegen die Suchmaschine zu fahren. Es bleibt zu hoffen, dass sich beide Parteien bald einigen können und ihren Zwist nicht länger auf dem Rücken der Kunden austragen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming





Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren

Anchor Top

 
 
banner