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In Berlin hat Amazon feierlich einen Pop-up-Store rund um das Thema Weihnachten eröffnet. Kunden können dort ihre Weihnachtsgeschenke finden, allerdings nicht kaufen. Vor allem auf Marken und eine hochwertige Präsentation wird Wert gelegt.

Amazon Pop-up Store
© Amazon

Es ist, als hätte Amazon sogar das Wetter unter Kontrolle: Etwa eine Stunde, bevor der US-Gigant die Pforten zu seinem ersten weihnachtlichen Pop-up-Store in Deutschland für die Vertreter der Presse öffnete, verwandelte sich das triste, kalte Novembergrau in einen leisen winterlichen Schnee. Man mag es für reines Glück halten, doch wenn man sich die Erfolgsgeschichte von Amazon mal anschaut, könnte man zu dem trügerischen Schluss gelangen, dass dem Konzern einfach alles gelingt, was er zwischen die Finger bekommt.

Wie dem auch sei: Während die ersten Flöckchen des Jahres fielen und Amazon neugierigen Branchenvertretern einen Blick in die wohlgeschmückten Hallen des kurzzeitigen, hauseigenen Weihnachtsshops gewährte, dürfte den Anwesenden (mal wieder) eines bewusst geworden sein: Amazon macht keine halben Sachen.

Glanz und Gloria Alexa

In dem zweietagigen Shop präsentierte das Unternehmen unter dem Motto „Home of Christmas“ die Produkte zahlreicher namhafter Unternehmen: In hölzernen Wandregalen, auf freundlich drapierten Sideboards, zwischen Kekstellern, Sitzecken und zum Teil auch unter gläsernen Glocken fanden sich neue Technik-Highlights von Samsung und Huawei, Parfüme, Cremes und Rasierapparate, weihnachtliche Pullover, teure Whiskeys oder auch Uhren. Alles weihnachtlich beleuchtet und stilsicher dekoriert.

Pop-up Store Gäste

Im Erdgeschoss empfing ein gigantischer Lego-Weihnachtsmann die Gäste, während andere Ankömmlinge im Obergeschoss bereits in entsprechenden Bastler-Ecken mit Legosteinchen hantierten. Der Beauty-Anbieter L'Oréal lockte an Frisiertischen mit Expertentipps und Nespresso stellte nicht nur seine Kapselmaschinen aus, sondern führte die Kunden auch persönlich in die Welt des Kaffees ein. (Bildquelle: Händlerbund/Tina Plewinski)

Neben all den namhaften Marken, die im Rahmen der Weihnachtsverkäufe so wichtig sind, standen – wie sollte es auch anders sein – natürlich auch die hauseigenen Produkte im Fokus: Ob nun die Echo-Lautsprecher oder Produkte der hauseigenen Marken Amazon Basics und Happy Belly oder die eigenen Services wie Amazon Prime, Amazon Prime Now, Prime Video, überall fanden sich umfangreiche Verweise auf die breiten Ausläufer des Amazon-Universums.

Kein stationärer Kauf im Weihnachtsshop möglich

Kurioserweise kann in dem zeitweise eingerichteten Laden selbst gar nichts gekauft werden. Alle Artikel, die – sortiert nach Marken und kleinen Themenwelten – angeboten und mit sehr großer Sorgfalt drapiert sind, wurden mit kleinen Code-Aufklebern im Amazon-Smile-Stil versehen. Diese lassen sich über die hauseigene App einscannen, sodass sich die Nutzer dann direkt zur Produktseite des entsprechenden Artikels weiterleiten lassen und es dann unmittelbar online kaufen können. Der Fokus liegt also ganz klar auf der Inspiration, dem Ausprobieren, Testen und Beratenlassen. Zudem, so dürfte Amazon argumentieren, fällt das Tütenschleppen für die Kunden an dieser Stelle also weg.

QR-Code Amazon

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass der begrenzte Platz im zweigeschossigen, aber doch vergleichsweise schmalen Laden optimal genutzt werden kann und jedes Produkt nur einmalig ausgestellt werden muss. So muss Amazon auch keine Bedenken haben, bei großem Andrang und Interesse der Weihnachtsshopper nach kurzer Zeit einen leergekauften Laden vorzufinden. (Bildquelle: Händlerbund/Tina Plewinski)

Berlin gilt als Musterbeispiel für die Amazon-Services

Es sei ein geradezu „historischer Moment“, sagte Country Manager von Amazon.de, Ralf Kleber, bei der abendlichen Vor-Eröffnung. Historisch natürlich auch deshalb, weil Amazon hierzulande stationär noch kaum vertreten ist, während der Konzern in den USA bereits zahlreiche hauseigene Buchläden und kassenlose Supermärkte vorweisen kann. Der neue temporäre Shop ist einer der ersten Schritte, die Amazon in Deutschland auf dem stationären Parkett getätigt hat.

Dabei ist die Wahl der lokalen Verortung des Weihnachtsshops auch nicht umsonst auf Berlin gefallen: „Hier in Berlin gibt es einfach alles – Prime, Now, Fresh. Ich bin so gern in Berlin und freue mich heute, hier zu sein“, kommentierte Kleber auf der Veranstaltung.

Wohltätigkeit, Lächeln und am Ende noch ein Star

Worauf Ralf Kleber mehrfach verwies, ist die wohltätige Seite, von der sich Amazon immer wieder zeige. So sprach er nicht nur die bisherigen Erfolge des Wohltätigkeitsprogramms Amazon Smile an, sondern erklärte auch, dass nach der Schließung des Weihnachtsshops alle ausgestellten Produkte an eine wohltätige Organisation gehen, nämlich das Deutsche Rote Kreuz. Zu Gast war daher auch der Vorsitzender des Vorstands des Deutschen Roten Kreuzes e. V., Christian Reuter, der noch einmal auf die Notwendigkeit von Spenden und Hilfen für die Berliner Kältebusse oder Kinder im Jemen hinwies.

Amazon Locker

Auch im Zuge des Home-of-Christmas-Shops sollen Kunden dabei helfen können, Geld einzusammeln: Amazon präsentierte vor der Weihnachtsfiliale einen sogenannten „Smilomat“ – einem großen interaktiven Bildschirm im Eingangsbereich – der jedes Lächeln von Kunden, die vor dem Terminal stehen, wahrnehmen kann. Für jedes Lächeln zahlt Amazon dann einen Euro. „Wir wollen die Summe von Zehntausend Lächeln gleich Zehntausend Euro erreichen. Wenn wir die Zehntausend erreichen, packen wir nochmal Fünftausend obendrauf”, so Kleber.

Zu guter Letzt zeigte Amazon noch einmal, dass man sich nicht mit einer normalen Eröffnung zufrieden gibt und legte noch einmal nach: Das Unternehmen präsentierte den Anwesenden einen Überraschungsgast: Den Sänger Sascha, der einige Lieder zum Besten gab. das brachte Stimmung und gute Laune. (Bildquelle: Händlerbund/Tina Plewinski)

Was allerdings am Ende ebenso unweigerlich im Gedächtnis blieb wie der Auftritt des Sängers, war das Streben, das Amazon mit der Eröffnung des Weihnachtsladens noch einmal untermauert hat. Ralf Kleber formulierte es folgendermaßen: „Wir fragen nicht, warum Kunden das kaufen, sondern unser Ziel ist es, alles zu haben, was Kunden kaufen wollen. [...] Und dafür arbeiten wir hart.“ Letztendlich ist es genau dieses unaufhörliche, massive, kämpferische Streben, das Amazon zu dem macht, was es jetzt ist und was es vielleicht irgendwann noch sein wird.

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© Händlerbund/Tina Plewinski
/ Geschrieben von Tina Plewinski





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