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Amazon spielt schon länger ein wenig im Versicherungsmarkt mit. Doch würde der Konzern dieses Engagement in Europa ausbauen, hätten Versicherungskonzerne ein Problem.

 

Ein roter Regenschirm unter vielen schwarzen Regenschirmen
24Novembers / Shutterstock.com

Bislang beschränkt sich Amazons Vorstoß in der Welt der Versicherungen beispielsweise auf Investitionen in einen indischen Online-Versicherer, wodurch Kunden dort inzwischen über den Marktplatz Fahrrad- und Kfz-Versicherungen abschließen können. Gleichsam zeigte Amazon in den USA Ambitionen für eine eigene Krankenversicherung.

Wenn sich der Versandriese nun entscheiden würde, noch tiefer in die Versicherungsbranche einzusteigen, könnte dies für die Geschäftsmodelle der traditionellen Versicherungsunternehmen bedrohlich werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine mehrteilige Studie der Landesbank Baden Württemberg (LBBW): Demnach wären nennenswerte Teile des Geschäftsvolumens der etablierten Assekuranzler gefährdet, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ).

Amazon als Vermittlerplattform zwischen Versicherer und Kunden

Ähnlich wie im Buchhandel geschehen, könnte es dann auch in der Versicherungsbranche der Fall sein, dass Amazon als Vermittler zwischen Versicherungsunternehmen und deren eigentlichen Kunden auftritt, prophezeien die Autoren der LBBW-Studie. Wie das Beispiel mit dem Versicherer in Indien zeigt, sind durch die meist einfach gestalteten Prozesse bei Amazon vor allem weniger beratungsintensive Policen recht leicht abschließbar. Versicherer selbst oder aber gar Makler haben dabei gerade hierzulande oft noch komplizierte Vertriebsstrukturen.

Versicherer müssen auf digitalen Wandel reagieren

Versicherer sollten einem solchen Vorstoß in die eigene Geschäftspraxis besser gewachsen sein, denn Amazon wäre aufgrund seiner Bekanntheit, innovativer Technologien sowie mit seinem riesigen Stamm an Kundendaten deutlich im Vorteil, so die SZ. Daneben ist der Versicherungsmarkt auch für Facebook oder Google längst interessant, zeigt sich u. a. im World Insurance Report 2018. Danach ist vielen Versicherern das Thema aber auch bewusst: 89 Prozent der deutschen Assekuranzunternehmen bauen ihre digitalen Prozesse aktuell aus. Dieses Ergebnis bestätigt die LBBW-Studie ebenfalls, auch für den europäischen Markt: Axa, Allianz und Rückversicherer Munich Re seien bereits durch Kooperation mit jungen StartUps aus der Branche (Insurtechs) gut aufgestellt, Talanx und Zürich hinkten allerdings eher hinterher.

Dass diesbezüglich innerhalb der Versicherungswirtschaft etwas passiert, zeigt sich recht plakativ u. a. beim Versicherer Die Bayerische. So schaffte das Unternehmen ein eigenes Projekt mit dem Namen „Bayerische goes Amazon“ und gründete außerdem kürzlich eine Gesellschaft, die gezielt mit IT-Unternehmen aus der Branche Partnerschaften schließt. Der Geschäftsführer der Bayerischen IT GmbH Michael Brand erläutert dazu, dass sie damit zur Digitalisierung der gesamten Versicherungsbranche beitragen: „Mit unserem Portfolio, das von Beratung über IT-Dienstleistung bis hin zu ,Versicherung as a Service‘ reicht, adressieren wir nicht mehr nur die Bayerische, sondern wenden uns damit an den gesamten Markt der Versicherer.“

/ Geschrieben von Hanna Behn





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