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Mit Amazons neuer Castingshow auf Prime Video will das Unternehmen aus Zuschauern auch Online-Shopper machen – mit einem extra Webshop.

Heidi Klum Tim Gunn neue Show
FashionStock.com / shutterstock.com

Amazon geht in Sachen Mode weiter in die Vollen und startet auf seinem Streamingdienst Prime am 27. März die Castingshow „Making the Cut“. So will der E-Commerce-Riese nicht nur sein Entertainment-, sondern auch das Mode-Geschäft steigern, wie businessinsider berichtet.

Bei Heidi Klums „Making the Cut“ kämpfen zwölf Designer um den Sieg

Heidi Klum und der Modeberater Tim Gunn (siehe Bild) produzieren die Amazon-Show und moderieren sie auch. Beide kennen sich vom US-Format „Project Runway“, das von 2004 bis 2018 im US-Fernsehen lief. Bei der neuen Castingshow „Making the Cut“ treten zwölf Modedesigner gegeneinander an und müssen in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt Aufgaben erfüllen. Eine jeweils wechselnde Jury, unter anderem mit Supermodel Naomie Campbell, kürt am Ende jeder einzelnen Folge die beste Kreation.

An diesem Punkt schafft Amazon die Schnittstelle zwischen dem neuen Streaming-Format und dem Kerngeschäft Online-Handel: Denn die Prime-Zuschauer können die ausgewählten Sieger-Outfits der Designer nach der jeweiligen Episode in einem eigens kreierten Online-Shop bei Amazon kaufen – so werde „Making the Cut“ die erste shoppable Serie der Welt, wirbt Amazon. Die Designerstücke sollen bis zu 90 Euro kosten und sind in XXS bis XXL erhältlich. 

Erhält der Sieger der Prime-Mode-Show eigene Kollektion?

Die Designer-Casting-Show läuft zwei mal wöchentlich auf Prime Video, das Finale soll am 24. April  ausgestrahlt werden. Der Gewinner von „Making the Cut“ erhält ein Preisgeld von einer Million US-Dollar und darf womöglich eine eigene Modemarke auf Amazon rausbringen.

Die schicke Kombination aus Streaming und Shopping reiht sich bei Amazon in eine Reihe weiterer Projekte ein, mehr aus dem Fashion-Segment rauszuholen: Zuletzt startete Amazon unter anderem eigene Influencer-Kollektionen, außerdem ist eine eigene Plattform für Luxusmode geplant. Amazon hat 2018 nach Angaben von CNBC zwar rund 35 Milliarden US-Dollar mit Mode eingenommen – das Potenzial des weltweiten Modemarkts wird jedoch auf über 900 Milliarden Euro geschätzt. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner