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Obwohl sich die Rezensionstexte auf Amazon seit vielen Jahren durchgesetzt haben, tüftelt der Konzern gerade an einer Variante, die die Abgabe von Meinungen und Produktbewertungen noch einfacher machen soll. Im Zentrum der Tests steht die Einbindung sogenannter Dropdown-Listen, also von Bedienelementen, bei denen der User aus vorgegebenen Kriterien auswählen muss.

Fallende Sterne

(Bildquelle Shooting Stars: Stefan Van der Straeten via Flickr, ohne Änderungen, bestimmte Rechte vorbehalten)

Produktbewertungen als Grundfeste im Online-Handel

Den Stellenwert von Produktbewertungen kann man im Online-Handel gar nicht hoch genug einschätzen. Denn das Urteil anderer Käufer, ihre Erfahrungen und Rezensionen können anderen Besuchern eines Shops helfen, nicht nur Vertrauen aufzubauen, sondern sich auch an ein Unternehmen oder eine Marke zu binden. Darüber hinaus können Inhalte, die durch die Nutzer generiert sind, auch aus SEO-Sicht äußerst hilfreich sein. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Internet-Unternehmen bemüht sind, Rezensionen bzw. entsprechende Tools in ihre Seiten zu integrieren.

Doch wo sich andere Anbieter über jede einzelne Nutzerbewertung freuen, kann sich Amazon vor schreibwütigen Usern kaum retten. Seit vielen Jahren haben sich die Produktbewertungen in Textform auf der Plattform etabliert und sind integraler Bestandteil des Erfolgskonzeptes vieler Produkte.

Produktbewertungen nach Schema: Amazon setzt auf Dropdown-Listen

Um in Deutschland eine Produktbewertung bei Amazon abgeben zu können, muss man sich allerdings an gewissen Kriterien orientieren. So ist es beispielsweise geregelt, dass jede Rezension eine Überschrift enthalten muss und der entsprechende Text darf nicht kürzer als 20 und nicht länger als 5000 Wörter sein. In den USA hingegen hat man nach Angaben von Lesen.net solche formellen Vorschriften bereits abgeschafft, wodurch viele Nutzer ihre Meinungen auf sehr kompakte Art in wenigen Worten kundtun.

Die Tendenz zur Kürze und Knappheit findet nun neue Formen, denn Amazon testet auf seiner amerikanischen Plattform Produktbewertungen über ein sogenanntes Dropdown-Menü. Dem User werden dabei auf eine Frage verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgegeben und kann sich jeweils eine aussuchen. Eine ausführliche Beschreibung oder Rezension in Textform ist dann nur noch eine zusätzliche, freiwillige Angabe:

Screenshot: Bewertung mit Dropdown-Tool auf Amazon.com
Screenshot: Bewertung mit Dropdown-Tool auf © Amazon.com

Das Dropdown-Tool für Produktbewertungen fragt in unserem Buch-Rezensions-Test beispielsweise, wie die Schreibweise des Autors ist, ob es Gewalt oder auch sexuelle Inhalte im Buch gibt. Des Weiteren wird nach der Erzählperspektive gefragt, wie man die Handlung beschreiben würde und welche Stimmung im Werk vorherrscht. Nachdem man alle Angaben getätigt hat, kann man noch eine traditionelle Sterne-Bewertung abgeben und – wie bereits erwähnt – auf freiwilliger Basis Produktbeschreibungen in Textform ergänzen.

Dropdown: Gut für Amazon, schlecht für Kunden?

Das System soll sich derzeit noch in der Beta-Phase befinden, wobei nur Rezensionen veröffentlicht werden, die im herkömmlichen Textstil verfasst wurden. Doch wie Lesen.net weiter berichtet, sammelt Amazon fleißig die Daten aus den Dropdown-Fragen, um die Bücher noch besser kategorisieren zu können und Kunden (in einem zweiten Schritt) noch treffgenauere Vorschläge präsentieren zu können.

Obwohl Produktbeschreibungen grundsätzlich eine gute Sache ist und auch die Dropdown-Variante ihre Vorteile hat, bleibt die Frage bestehen, wie aussagekräftig und realitätsnah eine Antwort ist, bei der man beispielsweise nur aus 3 Möglichkeiten auswählen konnte. Das neue System von Amazon könnte also dazu führen, dass Rezensionen klischeehafter, oberflächlicher und schematischer werden und im Endeffekt somit weniger aussagekräftig und weniger nützlich für die Kunden sind.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


Kommentare

#2 Markus 2015-07-07 17:04
Das gesamte Bewertungssyste m ist Müll, solange jeder seinen Senf hineinschreiben kann. Ausschließlich vordefinierte Bewertungskrite rien und gut ist es. Solange die ganzen Klugscheißer unterwegs sind vertraue ich sowieso keiner einzigen Bewertung.
#1 debutat 2015-05-19 17:11
Die bisherige Verpflichtung, mindestens 20 Wörter zu schreiben, führt bei mir dazu, dass ich KEINE Bewertung abgebe. Als Bespiel nenne ich den Kauf eines besonderen Leuchtmittels. Prima, in Amazon gefunden und gekauft. Was soll ich jetzt in mindestens 20 Wörtern sagen? Lampe passt, Licht brennt, keine Probleme, Lieferung perfekt - Mist, das sind immer noch keine 20 Wörter. Nein, diese Bedingung für Kommentare muss einfach ersatzlos wegfallen! Dann schreibe auch ich wieder Rezensionen. debutat 19.5.2015



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