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Ring Alarm, ein Sicherheitssystem das gegen Einbrecher helfen soll, kommt jetzt auch auf den deutschen Markt. Experten raten aber dazu, nicht nur darauf zu vertrauen.

Amazon Ring Alarm
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Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle lag 2019 in Deutschland bei 87.145, davon wurde nicht mal jeder fünfte aufgeklärt, so die Daten von Statista. Die Amazon-Tochter Ring will Einbrechern das Leben schwerer machen und bietet unterschiedliche Sicherheitssysteme zur Überwachung des Hauses. Eines davon, Ring Alarm, kommt jetzt auch auf den deutschen Markt und ist bei Amazon erhältlich, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

Was bietet Ring Alarm in Deutschland?

Ring Alarm umfasst eine Basisstation, ein Keypad, einen Tür-/Fensterkontakt, einen Bewegungsmelder und einen Signal-Verstärker. Nutzer müssen die entsprechenden Kontakte und den Bewegungsmelder im Haus anbringen, die Station mit dem Web verbinden und die dazugehörige Ring-App einrichten. Betritt dann jemand einen Raum oder öffnet ein Fenster, erhält der Nutzer individuelle Benachrichtigungen auf sein Smartphone oder Tablet. Nutzer können Ring Alarm zusätzlich auch mit Alexa-fähigen Geräten verbinden und das System mit Video-Türklingeln oder Sicherheitskameras und im Rahmen des Ring Protect Plus Plans mit weiteren Funktionen erweitern. Ring Alarm kostet in Deutschland zum Start 229 Euro und soll ab 21. Juli unter anderem auf amazon.de erhältlich sein.

„Unser Ziel ist es weiterhin, Nachbarschaften weltweit sicherer zu machen und für die Sicherheit zu Hause ist ein effektives, erschwingliches Alarmsystem wichtig“, erklärt Ring-Chef Jamie Siminoff. „Darum freuen wir uns besonders, dass wir jetzt mit Ring Alarm in Deutschland eine bezahlbare Lösung ohne langfristige und teure Vertragsbindung anbieten können und so die Sicherheit zu Hause und in der Nachbarschaft erhöhen.“

Update: Das sagen Experten zu Ring Alarm

Experten sind jedoch von Amazons Ring Alarm weniger angetan. Zwar könnten derartige Smart-Home-Systeme als Ergänzung zu einer mechanischen Sicherung dienen –  einzeln würden sie jedoch kein durchgängiges und damit zuverlässiges Einbruchmelde- bzw. Gefahrenwarnsystem darstellen, erklärt Matthias Bradtke vom Fachdienst Prävention der Polizeidirektion Leipzig. Außerdem sollten solche Alarm-Systeme als Mindeststandard bestimmte Voraussetzungen von Sicherheit und Zuverlässigkeit gemäß der neuen Norm DIN VDE V 0826-1 erfüllen – bei Ring Alarm sei das „nicht ersichtlich“, so Bradtke. Menschen, die ihre Wohnung oder ihr Haus vor Einbruch schützen wollen, finden unter der k-einbruch.de viele Hinweise, auch zum Thema Smart Home und Einbruchschutz. Auch die lokalen Polizeidienststellen beraten dazu.

Immer wieder Kritik an Ring in den USA

In den USA gab es mit Produkten und Services von Ring immer wieder Probleme. Nach mehreren Hacker-Attacken auf die Überwachungskameras läuft derzeit eine Sammelklage gegen das Unternehmen. Datenschützer kritisieren sowohl die teilweise Weiterleitung von Nutzerdaten als auch die Kooperation mit der US-Polizei.



/ Geschrieben von Markus Gärtner





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