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Mit Luxury Stores will Amazon auch kaufstarke Markenfans anziehen und bietet zum Start einen großen Designer und ein bisschen Künstliche Intelligenz.

Screenshot amazon.com
© Amazon

Große Modemarken und Designer haben um Amazon bisher oft einen Umweg gemacht – den direkten Verkauf über den Online-Marktplatz halten viele Marken aus verschiedenen Gründen für unpassend. Jetzt nimmt sich Amazon das Luxus-Segment allerdings zur Brust und launcht mit Luxury Stores einen extra Verkaufskanal für Luxusmode, wie das Unternehmen bekannt gibt.

Oscar de la Renta bei Amazons Luxury Stores

Amazon bietet zu Beginn schon viel Exklusivität – aber zunächst vor allem beim Zugang: Die Stores sind derzeit nur in der Amazon-App und nur auf Einladung verfügbar – und das auch nur für Prime-Kunden in den USA. Diese können dann immerhin schon Mal den Store des verstorbenen Star-Designers Oscar de la Renta und seine Pre-Fall und Herbst/Winter-2020-Kollektionen sehen. Weitere Highclass-Marken und Designer sollen in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Wichtig dabei: Im Unterschied zum Marktplatz sollen die Anbieter bei Luxury Stores vom Preis bis zur Auswahl ihrer Produkte alles selbst in der Hand haben.

Amazon will außerdem mit KI-Tools wie „View in 360“ die Kunden zum Kauf verführen: Dabei können die jeweiligen edlen Teile in der App gedreht, auf verschiedene Körper- und Haut-Typen gelegt und von allen Seiten begutachtet werden.

„Wir freuen uns, den Luxusmarken die Dienstleistungen und die Technologie anbieten zu können, um ein inspirierendes, gehobenes Kundenerlebnis zu schaffen“, sagte Christine Beauchamp, Präsidentin von Amazon Fashion. „Es ist immer noch Day One, und wir freuen uns auf das Wachsen von Luxury Stores, Innovationen im Namen unserer Kunden und darauf, Designern auf der ganzen Welt eine neue Tür zu öffnen, um bestehenden und neuen Luxuskunden Zugang zu verschaffen.“

Darum müssen Luxusmarken nun zu Amazon

Die großen Luxuslabels sind nicht zuletzt auch durch Corona und den weitflächigen Stillstand des stationären Handels weiter unter Druck geraten, sich neuen Kanälen zu öffnen. Und Amazon hat in dieser Phase wie kaum ein zweites Unternehmen von dem Umschweifen zum Online-Handel profitiert. Jetzt könnte Amazon daher für Luxusmarken in Mode kommen, wie die Expertin Kristin Bentz von KB Advisory Group bei retaildive erklärt. „Amazon braucht Luxus – das ist für sie das fehlende Puzzlestück. Ich finde es interessant, dass sie mit Oscar de la Renta anfangen, aber Oscar braucht sie mehr als Amazon“. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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