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Amazon bietet deutschen Mode-Shoppern im Vergleich zu wenig: Es fehlt vor allem an Funktionalität und Inspiration auf dem Marktplatz, so eine Analyse des E-Commerce-Experten Holger Schneider.

 

Mode Amazon
Casimiro_PT / Shutterstock.com

Mode-Online-Shopper sind heiß begehrt – nicht umsonst hat Amazon gerade im Fashion-Bereich in jüngster Zeit groß aufgefahren: Einen eigenen Bereich für Luxus-Marken, eine Plattform in Kooperation mit dem Mode-Magazin „Vogue“ und aktuell die Ausweitung des Modeberatungs-Services Personal Shopper. Doch trotz aller Mühen und der Dominanz in anderen Bereichen wie Elektronik und Bücher liegt Amazon in Deutschland in Sachen Mode noch hinter den Erwartungen. Woran liegt das?

Mode bei Amazon: Mangelnde Funktionen, keine Inspiration

Amazon-Experte Holger Schneider erklärt die Gründe. Demnach vernachlässige Amazon die Darstellung des Bereichs Mode auf dem Marktplatz. So fehle es in der Mode-Kategorie auf dem Amazon-Marktplatz an individuellen Filter- und Darstellungsoptionen, erläutert Schneider bei Business Insider. Die Website-Struktur des Bereichs Mode sei die gleiche wie in den Kategorien Haushalt oder Elektronik. Mode brauche jedoch eine optisch ansprechendere Aufmachung.

Ein weiteres Problem auf dem deutschen Marktplatz sei laut Schneider der Umgang mit verschiedenen Kleidungsgrößen. Die Größenverhältnisse sowie die Konfektionsgrößen würden nicht optimiert dargestellt werden. Verschiedene Größenläufe stünden ungeordnet nebeneinander, weil sie von verschiedenen Händlern kommen. Auch gebe es – im Gegensatz zu anderen Anbietern – keine einheitlichen Models bei Amazon. „Dadurch fehlen den Kunden und Kundinnen Referenzhinweise wie 'Dieses Model ist 1,80 Meter groß und trägt Größe M', das machen andere Mode-Händler deutlich besser“, so Schneider. 

Kritik: „China-Ware“ bei Amazon

Außerdem würden Mode-Shopper bei Amazon zu wenig inspiriert. „Ich persönlich finde Amazon Fashion nicht sehr inspirierend. Insbesondere, wenn ich dort so viel 'China-Ware' sehe. Das sind Kleidungsstücke, die ich sonst auch bei Billig-Shops wie Wish finden könnte“, kritisiert Schneider. Konkurrent Zalando, der zuletzt gute Geschäftsergebnisse präsentieren konnte, sei in diesen Bereichen besser aufgestellt.

Das jüngste Engagement Amazons zeigt aber, dass der E-Commerce-Riese den Bereich Mode weiter angehen will – das bestätigte auch ein Unternehmenssprecher gegenüber Business Insider: „Der Bereich Fashion hat für Amazon eine hohe Priorität.“

Das sind die beliebtesten Mode-Online-Händler in Deutschland

Laut einer Statista-Analyse von 2018 lagen beim Umsatz die Webshops von Zalando, Otto, Bonprix und H&M noch vor Amazon. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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