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Amazon hat das Aus für seinen Multiplayer-Shooter „Crucible“ eingeleitet. Dabei hatte die Branche einen Einstieg des Online-Riesen in das Gaming-Segment durchaus gefürchtet. 

 

Amazons Game Crucible
Amazons Crucible, Screenshot Steam

Als vor einiger Zeit bekannt wurde, dass Amazon mit „Crucible“ einen hauseigenen Shooter herausbringen und damit erstmals einen Vorstoß in die Gaming-Branche wagen wolle, hat dies für Schlagzeilen gesorgt. Ein Multi-Milliarden-Unternehmen wie der US-Gigant hat schließlich nicht nur die nötigen Ressourcen, sondern zugleich auch tiefe Einblicke in die Kundenwünsche, sodass man durchaus Großes erwarten – und fürchten – durfte.

Hinzu kommt der Fakt, dass es eine erkleckliche Zahl erfolgreicher Spiele gibt, von denen Gaming-Neulinge wie Amazon profitieren und grundsätzlich vielversprechende Ansätze entlehnen können. Zu nennen wären hier etwa Games wie „Call of Duty“, „League of Legends“, „Dota 2“, „Overwatch“ oder „Fortnite“. Doch wie sich nun schlussendlich zeigt, ist Amazon trotz eines chancenreichen Ausgangspunktes gescheitert. Das Unternehmen wird seinen Multiplayer-Shooter „Crucible“ komplett einstellen.

Andere Gaming-Projekte von Amazon nun im Fokus

Wie The Verge berichtet, haben sich die Entwickler in einem Blogpost bei den Fans für den engen Austausch und die stetigen Verbesserungsvorschläge bedankt. Allerdings sei man zu dem Schluss gekommen, dass eine „gesunde, nachhaltige Zukunft“ für „Crucible“ nicht möglich sei. „Wir werden unser Team umstellen, um uns auf New World und andere anstehende Projekte von Amazon Games zu konzentrieren“, heißt es weiter. Den Servern werde am 9. November der Stecker gezogen.

„Crucible“: Schon der Start ist missglückt

Die Probleme von „Crucible“ haben sich dabei schon frühzeitig angekündigt: Bereits kurz nach dem Start des Spiels im Mai 2020 zeigten sich die Gamer vom Spiel wenig angetan. Ein großer Run auf das Spiel blieb aus. Amazon entschied sich daraufhin, „Crucible“ im Juli erneut zurück in die geschlossene Beta-Phase zu schieben und strich dabei zugleich auch vorhandene Modi.

Auch Anpassungen innerhalb der erneuten Beta scheinen die Probleme rund um das Spiel allerdings nicht gelöst zu haben. Auch in den sozialen Medien zeigen sich einige Nutzer überrascht von Amazon:

 

Ob das Aus für „Crucible“ bereits den Anfang vom (sehr zeitigen) Ende Amazons in der Gaming-Welt einläutet, wird sich wohl zeigen; spätestens mit dem nächsten Großprojekt „New World“, das als Multiplayer-Online-Rollenspiel angekündigt ist. Merkwürdig ist das Scheitern des Projekts allemal, denn schließlich hat Amazon mit Segmenten wie dem Cloud- oder Payment-Bereich bereits gezeigt, dass man keine Hürde scheut, wenn es um die Eroberung neuer Märkte und Zielgruppen geht. Allerdings hat Amazon gerade auch im Bereich von Serien immer wieder gezeigt, dass man nicht davor zurückschreckt, Projekte eiskalt zu beerdigen, wenn sie nicht den erhofften Erfolg bringen.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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