Gamer, aufgepasst! Amazon bietet eine neue Möglichkeit, die eigenen Skills zu verbessern. Ob das klappt?

Gamer mit Kopfhörern vor einem PC
HaseHoch2 / Shutterstock.com

Amazon hat sich ein kleines Schmankerl für Gamer ausgedacht, das dabei helfen soll, den eigenen Skill beim Zocken zu verbessern und zu Höchstleistungen anzutreiben: Dabei handelt es sich um eine Playlist, die nach Aussagen des Konzerns die Konzentration der Spieler sowie deren Reaktionsfähigkeit steigern soll. Wie das geht? Die Musik-Liste „Game Booster“ basiert demnach auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

So funktioniert die „richtige“ Musik im Gehirn

„In mehreren Studien wurde festgestellt, dass Musik einen hohen Einfluss darauf hat, wie schnell und fokussiert Aufgaben erledigt werden, die richtige Musik erhöht darüber hinaus die Reaktionsfähigkeit. Die falsche Musik wiederum sorgt für Ablenkung und führt somit zu einer schlechteren Leistung“, schreibt der Konzern. Eine entscheidende Rolle spiele dabei das sogenannte Aktivierungslevel im Gehirn, welches sich für die Reaktionsfähigkeit verantwortlich zeigt. 

Kurz erklärt: Während sich die Aufmerksamkeitsressourcen bei einem geringen Aktivierungslevel auf nur einem geringen Niveau befinden, kann die richtige Musik demnach zu einer Steigerung des Aktivierungslevels beitragen und somit die Ressourcen für Aufmerksamkeit und damit einhergehend die Reaktionsfähigkeit erhöhen. Bei einem zu hohen Aktivierungslevel im Gehirn kann die Musik jedoch auch ablenken und die Aufmerksamkeit senken. Auch durch eine zu hohe Lautstärke kann demnach die Reaktionsfähigkeit negativ beeinflusst werden.

Und wie klingt die „richtige“ Musik für Gamer?

Auch konkrete Beispiele nennt Amazon: Als wichtige Elemente aktivierender Musik nennt Amazon starke Rhythmen, ein schnelles Tempo sowie eine abgehackte Artikulation. Ersteres finde sich beispielsweise bei dem Lied „Antisocial“ von Ed Sheeran und Travis Scott, das „groove-getrieben“ sei. Als Musterbeispiel für die genannte „Staccato“-Betonung wird „Poison Lips“ von Vitalic herangezogen. Als drittes Beispiel wird „Post Malone“ von Sam Feld herangezogen.

Allzu weit vom Mainstream will sich Amazon also mit der Gamer-Playlist nicht weg wagen. Ganz im Gegenteil. Die Lieder befinden sich „in einem bekannten harmonischen und melodischen Umfeld“, sodass sich das Gehirn quasi nicht an musikalische Neuerungen gewöhnen müsse und nicht abgelenkt werde.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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