Mit einem einmaligen Zahlen-Code für die Übergabe will Amazon die Paketlieferung verlässlicher machen.

Amazon-Fahrer
© Amazon

Wer schon mal online bestellt hat, kennt die Ungewissheit: Wann und wie kommt das Paket an – und bei wem landet es, wenn der Empfänger nicht zu Hause sein sollte? Paketboten haben Bestellungen unter anderem schon in die Toilette geliefert oder versehentlich aufs Dach geworfen. Amazon will seinen Kunden jetzt mit einem Einmalpasswort bei der Übergabe mehr Verlässlichkeit bieten, wie golem berichtet.

Amazon-Bestellung: Mehr Sicherheit durch Zahlen-Code 

So funktioniert die neue Methode: Die Kunden erhalten nach dem Versand ihrer Bestellung über ihre hinterlegte E-Mail-Adresse einen sechsstelligen numerischen Code. Diesen müssen sie oder der jeweilige Empfänger dem Paketboten dann bei der Übergabe nennen. Das Passwort soll jedoch nicht per Telefon genannt werden. So will Amazon eine „zusätzliche Sicherheitsebene“ schaffen, wie es heißt.

Die Amazon-Kunden können jedoch nicht selbst bestimmen, bei welchen Produkten sie das Einmalpasswort nutzen können. Amazon aktiviert die zusätzliche Funktion automatisch ab einem bestimmten ungenannten Bestellwert. Nach der Zustellung verfällt der Code. Trifft der Lieferant den Empfänger nicht an, wird ein neues Einmalpasswort generiert. 

Die neue Sicherheit wird wohl etwas zulasten der Bequemlichkeit gehen, wenn die stets unter Zeitdruck stehenden Paketzusteller warten müssen, bis der Kunde sein Zahlen-Passwort gefunden hat. Der Zeitdruck, der in der Branche herrscht, hat manchmal dazu geführt, dass Zusteller die Pakete möglichst schnell loswerden wollen, wie oben erwähnte Beispiele zeigen. Amazon feilt aber immer weiter an seinen Logistik-Services für die letzte Meile und hat zuletzt in den USA sein Key-System überarbeitet, bei dem die Zusteller mit einer Art digitalem Schlüssel die Pakete direkt ins Haus stellen können.

/ Geschrieben von Markus Gärtner




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