Viele Amazon-Kundinnen und -Kunden aus den USA können sich über einen noch umfangreicheren Service im medizinischen Bereich freuen. Dabei holt der Konzern gerade erst aus.

Medikamente in einer Apotheke: Amazon erweitert den taggleichen Lieferservice im Health-Bereich
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Amazon arbeitet sichtlich daran, sich immer stärker im medizinischen Bereich zu etablieren. Gerade erst hat der Konzern beispielsweise seine erste stationäre Apotheke eröffnet, nun geht die Expansion auch im digitalen Bereich weiter: Konkret weitet das Unternehmen die taggleiche Lieferung der hauseigenen Apotheken-Tochter „Amazon Pharmacy“ auf zwei weitere US-Städte – nämlich New York und den Großraum Los Angeles – aus. 

Heißt also, dass sich ab sofort noch mehr Kundinnen und Kunden Medikamente bei Bedarf innerhalb weniger Stunden nach Hause liefern lassen können. 

Weitere Expansion bis Jahresende

Doch bei den zwei neuen Städten soll es nicht bleiben: Bis Ende des Jahres soll der taggleiche Medikamenten-Lieferdienst in mehr als einem Dutzend Städten verfügbar sein. Welche Städte genau hinzukommen, ließ das Unternehmen offen. 

Bisher sei der Service schon in Austin, Indianapolis, Miami, Phoenix sowie am Heimatstandort Seattle verfügbar. In der texanischen Stadt College Station können sich Kundinnen und Kunden die gewünschten Medikamente bei Grippe, Bluthochdruck und Co. sogar besonders schnell – nämlich in weniger als einer Stunde – liefern lassen. Möglich wird dies durch den Einsatz einer Lieferdrohne.

„Indem wir die Lieferungen von Amazon Pharmacy in unser bestehendes Weltklasse-Logistiknetzwerk einbinden, baut Amazon den schnellsten und bequemsten Service für die Hauszustellung von verschreibungspflichtigen Medikamenten auf“, kommentiert Doug Herrington, CEO von Worldwide Amazon Stores. Die schnelle Lieferung bezeichnete er dabei als einen „entscheidenden Faktor“ für Kundinnen und Kunden und damit auch im Wettbewerb.

Lieferung erfolgt je nach Stadt ganz unterschiedlich

Um den schnellen Medikamenten-Versand umzusetzen, greift Amazon nicht, wie bei gewöhnlichen Bestellungen, auf riesige Logistikzentren zurück, sondern wickelt diese in neuen, „kleinformatigen Einrichtungen“ ab, die mit den gängigsten verschreibungspflichtigen Medikamenten ausgestattet seien.

Obwohl solche kleinen Einrichtungen in allen verfügbaren Service-Regionen genutzt werden, gehen die eigentlichen Lieferungen je nach Standort ganz unterschiedlich vonstatten: In Manhattan, wo starker Verkehr die Straßen belastet, kommen demnach umweltfreundliche E-Bikes zum Einsatz, mit denen die Lieferanten die Medikamente bringen. Im Ballungsraum Los Angeles sowie anderen Vorstädten nutze man hingegen vollelektrische Lieferwagen. Die bereits angesprochene Lieferdrohne in Texas rundet das Lieferportfolio somit ab. 

„Amazon Pharmacy wählt für jeden Standort die beste Liefermethode aus, um die Medikamente dann zu den Kunden zu bringen, wenn sie sie am dringendsten benötigen“, heißt es weiter.

KI unterstützt Apotheker

Für eine reibungsfreie Abwicklung der Bestellungen werden eingesetzte Apotheker überdies von moderner Technologie unterstützt: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen kämen laut Unternehmensangaben etwa zum Einsatz, um Rezepte auszufüllen, Faktenprüfungen durchzuführen oder spezifische Informationen bereitzustellen. Dadurch lasse sich die Abwicklung der Bestellungen zum Teil massiv beschleunigen, was wiederum den Kundinnen und Kunden zugutekomme.

Ersetzt werde die menschliche Expertise durch die Technik allerdings nicht: Jede Medikamentensendung werde vor Versand von einem Apotheker genauestens auf Menge, Stärke sowie Dosierung geprüft.

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Artikelbild: http://www.depositphotos.com

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Geschrieben von Tina Plewinski




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