Amazon ist ein bisschen der Humboldt der modernen Zeit – ein Universalgelehrter, der in allen Bereichen aktiv und kundig ist. Neben dem Online-Handel, dem Cloud-Geschäft, Streaming-Angeboten im Bereich Musik, Filme und Serien, neben der Produktion technischer Gerätschaften und zahlreicher Eigenmarken-Artikel, Aktivitäten im Verlagswesen und Hörbuchbereich, hat das Unternehmen nun mit Amazon Prints noch einen weiteren Sektor in Angriff genommen: den Fotosektor!

Fotos
© jakkapan – Fotolia.com

Schon wieder ist Amazon in einem neuen Bereich aktiv geworden. In den USA hat das Unternehmen nun „Amazon Prints“ gestartet – einen Service, der das Drucken von Fotos übernimmt. Fotos können zum Start in drei verschiedenen Größen, nämlich (umgerechnet) in 10x15 cm, 13x18 cm und 20x25 cm gedruckt werden. Die Preise reichen dabei von 9 Cent bis 1,79 US-Dollar.

Auch Fotobücher hat Amazon Prints in petto, wobei Kunden zwischen Hardcover-Büchern mit Glossy-Papier und mattem Papier wählen können. Die preiswerteste Version kostet dabei 19,99 Dollar. – Das war’s vorerst an Service, doch das Angebot soll „bald“ ausgebaut werden. Dann will Amazon Prints auch gedruckte Karten und Kalender ins Sortiment aufnehmen.

Amazon Prints: Markt für Online-Fotodienste ist vielversprechend

Der Start zum jetzigen Zeitpunkt bietet sich förmlich an, denn der konkurrierende Fotodienst Shutterfly macht beispielsweise die Hälfte seines Umsatzes mit dem Druck von Weihnachtskarten und Kalendern, wie Bloomberg berichtet. Prognosen gehen ferner davon aus, dass Kunden in den USA in diesem Jahr rund zwei Milliarden US-Dollar für Online-Fotodienste ausgeben. Allein Shutterfly soll 2016 1,15 Milliarden Dollar mit dem Fotodruck und damit verbundenen Dienstleistungen einnehmen. – Ein Sektor mit großem Potenzial, in den Amazon also einsteigt.

 

Screenshot, Amazon Prints
Screenshot, Website: amazon Prints © Amazon
/ Geschrieben von Tina Plewinski