Die Verkaufszahlen der Eigenmarken von Amazon aus dem Bereich Fashion sind im Vergleich zur direkten US-amerikanischen Konkurrenz wie Macy’s, Nordstrom und Costco noch relativ niedrig. Ein Blick auf das letzte Quartal des Jahres 2016 offenbart jedoch: Amazon holt auf.

Lady schneidert Kleidungsstück

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Ob nun Streaming, Cloud oder technische Geräte: In vielen Bereichen kann sich Amazon immer mehr Marktanteile sichern und hat sich dort jeweils bereits als ernstzunehmender Anbieter etabliert. Doch wie sieht es eigentlich bei den Eigenmarken speziell aus dem Bereich Fashion aus? Immer wieder sind diese Gegenstand der Berichterstattung, sobald Amazon eine neue Variante an den Start bringt. Doch bisher gestaltet es sich eher als schwierig, einzuschätzen, wie sich diese überhaupt gerade im Vergleich zur Konkurrenz etabliert haben.

Amazon-Verkäufe von „Lark & Ro“ sind ausbaufähig

Genau damit hat sich nun das Marktforschungsunternehmen Slice Intelligence in einer Studie auseinandergesetzt. Hierfür wurden die Verkäufe im Zeitraum zwischen Januar 2016 und Ende Februar 2017 betrachtet, die bekannte US-amerikanische Händler wie Macy’s, Nordstrom, Costco und eben Amazon selbst erzielten, um dadurch ein aussagekräftiges Bild erstellen zu können.

Aus Sicht von Amazon fallen die Ergebnisse eher durchwachsen aus. So kann beispielsweise Amazons Eigenmarke „Lark & Ro“ aus dem Fashion-Bereich bezüglich den Online-Verkäufen noch nicht wirklich mit der etablierten Konkurrenz mithalten, was ebenso für die sonstigen Marken aus dieser Sparte gilt. Vielmehr haben hier alle anderen betrachteten Unternehmen zum Teil sogar mit großem Abstand die Nase vorn.

Studie von Slice Intelligence

© Slice Intelligence - Screenshot

Beeindruckendes Wachstum im 4. Quartal 2016

Dennoch lässt sich gleichzeitig auch feststellen, dass das Wachstum im letzten Quartal des Jahres 2016 mit einem Plus von 67 Prozent extrem nach oben gegangen ist. Hier wird sicherlich das Weihnachtsgeschäft eine entscheidende Rolle gespielt haben, denn in den beiden Quartalen zuvor stand hier noch ein Minus von 6 Prozent (3. Quartal 2016) beziehungsweise 33 Prozent (2. Quartal 2016).

Insgesamt hat Amazon noch viel zu tun, um zur Konkurrenz aufzuschließen. Ein weiteres kleines Trostpflaster gibt es dennoch für Amazon zu verzeichnen, denn anscheinend sind Eigenmarken-Kleider bei den Kunden sehr beliebt, denn diese machen 43 Prozent der Verkäufe aus. Dort rennt der Online-Händler der Konkurrenz sogar mit großen Schritten davon – gerade im Vergleich zu anderen Kategorien wie Hosen oder Jacken. Amazon wird sicherlich einiges unternehmen, um den Abstand auch in diesen Bereichen nach und nach zu mindern.

Studie von Slice Intelligence

© Slice Intelligence - Screenshot

/ Geschrieben von Christian Laude




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