Weil in einem Werbespot Katzenfutter bestellt wurde, wurde bei einem britischen Echo-Dot-Besitzer ebenfalls eine Bestellung ausgelöst. Dieser fand das nicht besonders lustig.

Katze, die sich hinter einer Ecke versteckt
© Joop Snijder Photography – shutterstock.com

In Großbritannien hat Alexa mal wieder ein Eigenleben entwickelt. In einem Werbespot für den Echo Dot sagt eine Männerstimme: „Alexa, bestelle Purina Katzenfutter erneut.“ Alexa antwortet daraufhin: „Ich habe Purina Katzenfutter gefunden. Würdest du es gern kaufen?“ Der Spot veranlasste den Echo Dot eines Fernsehzuschauers, die gleiche Bestellung auszuführen. Das ärgerte diesen so sehr, dass er bei der Advertising Standards Authority (ASA), quasi dem britischen Werberat, Beschwerde einreichte. Der Spot sei „unverantwortlich“, weil er den eigenen Echo Dot zur Bestellung veranlasse.

Amazon arbeitet längst am Problem

Die ASA sah allerdings keinen Grund für ein weiteres Vorgehen, so der Guardian. Unter anderem, weil Kunden den Kauf trotzdem noch manuell bestätigen müssen. Tun sie das nicht, wird die Bestellung wieder gelöscht. So auch geschehen im konkreten Fall: Amazon bestätigte die Bestellung vom betreffenden Gerät, die aber im Nachhinein wieder gelöscht wurde. Gegenüber dem Guardian sieht ein Rechtsexperte das Problem zudem nicht nur bei Amazon: „Das echte Problem liegt darin, dass es für Hersteller solcher Geräte schwierig ist, Schutz gegen Werbung zu bieten, die von Dritten produziert wurde. Es gibt nicht viel, was Amazon tun kann, um proaktiv dagegen zu schützen.“

Amazon ist das Problem natürlich bekannt und der Konzern tut bereits etwas dafür, dass solche Fälle Seltenheitswert haben. Entsprechende Werbespots werden mittlerweile „markiert“, damit Alexa nicht ausgelöst wird. Erfolgreich wurde das zum Beispiel beim Spot für den Super Bowl Anfang Februar durchgeführt.

/ Geschrieben von Christoph Pech




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