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Amazon will sich die Patentrechte an einem Audiosystem sichern, dass es möglich machen soll, den Akzent eines Sprechers in den des Zuhörers umzuwandeln. Doch auch wenn sich der Online-Händler gern damit schmücken möchte, erfunden wurde es nicht von ihm.

Frau mit Headset am Telefon
© chainarong06_shutterstock.com

Tatsächlich ist die Anwendung von Patent Yogi, einem patent-research service, entdeckt worden. Das Programm basiert, wie auch Techcrunch schreibt, auf "Techniken zur Akzentverschiebung". Aber was bedeutet das genau? Die Anwendung stützt sich auf eine Zwei-Parteien-Konversation - also dem Sender und dem Empfänger bzw. Sprecher und Zuhörer. Dabei wird zunächst das Audio des Sprechers analysiert und mit einer Datenbank von verschiedenen Akzenten abgeglichen. Wenn es eine Übereinstimmung gibt, kann die Audioaufnahme in die Sprechweise des Zuhörers übersetzt werden. Das mag sich zunächst einfach anhören, ist es aber eigentlich dann doch nicht.

Audiosystem könnte Kommunikationsbarrieren überwinden

Es ist schwer, klar zu kommunizieren. Vor allem Akzente können das gegenseitige Verständnis stark beeinflussen. Falls das Audiosystem also wirklich durchgesetzt werden sollte, könnte es zahlreiche Missverständnisse in der Kommunikation beheben. Doch die Anwendung steht vor einer nicht zu unterschätzenden Herausforderung. Bereits bei Übersetzungsprogrammen kommt es, auch wenn diese stetig verbessert werden, konstant zu Fehlern. Derzeitige Hoffnung vieler Dienstleister ist ihre Software mithilfe von Deep Learning zu optimieren. Google hat beispielsweise bereits 2016 seine Übersetzungsmethoden dank Künstlicher Intelligenz verbessern können.

Akzentübersetzer stützt sich auf Machine Learning

Das Audiosystem würde auf einem maschinellen Lernmodell basieren. Dabei dürfte der Umstand, dass Amazon einen weltweit verfügbaren Alexa Voice Service besitzt, definitiv von Vorteil sein. Höchstwahrscheinlich verfügt der Online-Händler daher bereits über eine recht weit entwickelte Datenbank an Akzenten, die das Audiosystem in seinem maschinellen Lernprozess unterstützt. Anwendungsgebiete gäbe es für die Software sicher genug. Besonders hilfreich wäre ein Akzentübersetzer im Bereich Telefonservice. Dadurch würden vor allem Support Manager entlastet, die teilweise zahlreiche Sprach- und Akzenttests meistern müssen, um ihren Job ausüben zu können. Aber auch bei internationalen Geschäften und nicht zu vergessen der einfachen Urlaubsreise, könnte die Anwendung behilflich sein.

Doch wie das Audiosystem konkret umgesetzt werden soll, ist bisher noch unbekannt. Amazon hält sich mit genaueren Details bisher bedeckt. Ob der Online-Händler das Patent zudem überhaupt als solches erhalten wird, ist ungewiss.

 

/ Geschrieben von Theresa Strohbach





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