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Vor dem Wochenende hat Amazon in Seattle seine neuen Echo-Geräte vorgestellt – in seinem eigenen Gewächshaus „The Spheres“. Passend, da Amazon einerseits ein ganzes Ökosystem von vernetzten Geräten plant, und andererseits  Alexa selbst immer „natürlicher“ wird.

Echo Show
© Amazon

Einen symboträchtigeren Ort als „The Spheres“ hätte Amazon für die Präsentation seiner neuen Produkte rund um Sprachassistent Alexa wohl kaum wählen können. Das Unternehmen zeigte Ende letzter Woche in seinem eigenen dreiteiligen Gewächshaus die neue Echo-Produktgeneration. Alexa soll zukünftig überall präsent sein, noch einfacher in zusätzlichen Umgebungen und neuen Orten genutzt werden, lässt Amazon verlauten. Der Spiegel spricht nicht ohne Grund von einem „digitalen Ökosystem“, das der Konzern rund um Alexa erschafft.

Neue Hardware für mehr Integration in den Alltag

Die Liste von Innovationen ist erstmal vor allem von praktischer Relevanz. Etwa wollen Amazon und Microsoft künftig besser zusammenarbeiten und noch in diesem Jahr die Nutzung von Skype auf Echo-Lautsprechern ermöglichen, wie Golem berichtet.

Passend dazu stellte Amazon seine Neuauflage von Echo Show vor, der jetzt mit einen größeren Bildschirm punkten soll und etwa Videotelefonie unterstützt. Auch die Produkte Echo Dot und Echo plus sind neu, klanglich besser und im Design weiterentwickelt – Echo verwandelt sich von einem Technik-Gadget hin zu einem festen Teil des Zuhauses.

Dafür spricht auch, dass Amazon das Sortiment für die Sprachassistentin in großem Umfang ausbaut. Laut Handelsblatt bringe der Konzern gerade über 70 neue Produkte gleichzeitig auf den Markt. Darunter befinden sich etwa eine eigene fernsteuerbare Universal-Steckdose, aber auch diverse Sound-Produkte wie ein Subwoofer namens Echo Sub, oder Echo Input, mit dem normale Lautsprecher in die Welt von Alexa integriert werden können. Die Auswahl an Geräten ist in den USA noch deutlich größer. Kunden können dort in naher Zukunft eine Alexa-Box zur Nutzung im Auto oder für 60 US-Dollar eine sprachgesteuerte Mikrowelle erwerben.

Alexas Ahnung: Sprachsteuerung ist kein „kalter Kaffee“

Der Gedanke, dass die Sprachsteuerung einer Mikrowelle die nächste große Sache wird, wird mitunter skeptisch beäugt und sieht zunächst aus wie eine Zukunfts-Idee aus längst vergangenen Zeiten. Ist das mehr als eine Spielerei? Die Antwort findet sich schnell. Wie Spiegel online wissen lässt, könne sich die Mikrowelle zum Beispiel selbst erschließen, wie lange das Aufwärmen der Tasse Kaffee dauert, die der Besitzer gerade in das Gerät gestellt hat. Abseits der Hardware tut sich nämlich auch etwas in der Software von Alexa, die künstliche Intelligenz (kurz KI) wird immer weiter ausgebaut.

Es wird persönlich: Neue Maßstäbe bei KI

Echo, wie Amazon seine Alexa-fähigen Smart Devices nennt, ist genau genommen keine zeitgemäße Bezeichnung mehr. Schließlich ist geht Alexas Leistung mittlerweile deutlich über ein „Echo“ des Nutzers hinaus.

Neu ist konkret, dass Alexa demnächst flüstern kann, wenn sie erkennt, dass man ebenfalls mit leiser Stimme mit ihr kommuniziert. Außerdem sollen Skills, Drittanbieter-Dienste für Alexa, zukünftig nicht mehr manuell installiert werden müssen. Alexa soll vielmehr selbst erkennen können, ob es einen hilfreichen Dienst für ihre Aufgaben gibt, wie etwa t3n verrät. Auch Spracheingaben des Nutzers, die mehrere Aufgaben oder Fragen enthalten, soll Alexa demnächst verarbeiten können. Bisher muss sie noch für jedes Anliegen einzeln angesprochen werden. Darüber hinaus denkt man bei Amazon aber auch an den Charakter der Assistentin. Mit der Funktion „Hunches“ (dt. „Ahnungen“) analysiert Alexa das Nutzungsverhalten noch genauer, diese sei aber zum Schutz der Privatsphäre auch deaktivierbar. „Wir haben einen Punkt bei neuronalen Netzwerken und tiefem Maschinenlernen erreicht, an dem wir tatsächlich Intuition programmieren können“, äußert sich laut Handelsblatt Daniel Rausch, Vizepräsident Alexa-Anwendungen.

Gedankenlesen für den Warenabsatz

Unscheinbar aber bedeutungsschwer ist die Entwicklung von Alexa Connect Kit, ein Chip, mit dem Alexa auch in diverse Geräte einziehen kann, die bisher offline waren. Denn Amazon gibt sich visionär. „Alexa wird überall verfügbar sein. In Zukunft wird der Kunde nicht mehr darüber nachdenken, mit welchem Gerät er spricht. [...] Kunden werden überall auf Alexa zugreifen können – und Alexa wird mit der gesamten Umgebung interagieren können“, sagte Daniel Rausch im Interview mit Business Insider.

Laut Informationen von Handelsblatt nimmt Amazon zum jetzigen Zeitpunkt die Hälfte von jedem Dollar ein, den Amerikaner online ausgeben. So viel dies bereits schon ist – mit einer sympathischen Assistentin, die den Nutzer auf Schritt und Tritt begleitet, idealerweise schon vor ihm weiß, welche Bedürfnisse er gerade hegt und ihm ein passendes Produkt aus der Warenvielfalt anbieten kann – schafft Amazon es sicher, diesen Wert noch in seinem Sinn zu optimieren.

/ Geschrieben von Melvin Louis Dreyer





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