Logo Amazon Watchblog

Amazon speichert die Alexa-Daten für immer und sieht keine automatische Löschung vor. Nach einer Anfrage des US-Senators Chris Coons kommen mehr Details zum genauen Umgang mit den Daten ans Licht.

 

Alexa
Zapp2Photo / Shutterstock.com

Die gehäuften Vorfälle über Probleme und Kritik am Umgang mit den Daten von Amazons smarter Assistentin brachten den US-amerikanischen Senator Chris Coons dazu, von dem Online-Riesen mehr Transparenz einzufordern. Jetzt liegt Amazons Antwort vor, die zeigt, wie schwer das Unternehmen die wertvollen Daten loslassen kann. Darüber berichtet golem.

Nur Alexa-Nutzer können ihre Daten löschen

Sprachaufnahmen und Transkripte aus der Alexa-Nutzung können nur vom Kunden selbst gelöscht werden, sagt Amazon. Es gibt also keine automatische Löschung der Daten. „Wir behalten die Audioaufnahmen der Kunden und Transkripte, bis sie sich entscheiden, diese zu löschen“, heißt es in dem Statement, das auf cnet komplett zu lesen ist. Das betrifft Angaben, die mit dem Alexa-Kundenkonto in Verbindung stehen, wie zum Beispiel die Frage des Kunden. Amazon hatte die Löschung allerdings erst vor kurzem etwas erleichtert.

Doch selbst wenn sich Alexa-Nutzer für eine Löschung ihrer Informationen entscheiden – bestimmte Daten sind davon ausgenommen, heißt es: So bleibt bei Amazon gespeichert, welche Aktion Alexa nach einem Befehl durchführt, wie zum Beispiel einen Kauf oder das Abspielen von Musiklisten. Auch die Einstellungen von Erinnerungen für wiederkehrende Termine und Alarme blieben gespeichert. 

Außerdem verweist Amazon darauf, dass Dritthersteller, deren Skills Alexa integriert hat, ebenfalls selbstständig Daten der Nutzer sammeln und auswerten. 

Wie gehen Dritthersteller mit den Alexa-Daten um?

Die Antworten stellten den Senator allerdings nicht vollends zufrieden. „Die Antwort von Amazon lässt die Möglichkeit offen, dass Transkripte von Interaktionen mit Alexa nicht von allen Servern von Amazon gelöscht werden, selbst nachdem ein Benutzer eine Aufzeichnung seiner Stimme gelöscht hat“, kritisiert Coons. „Darüber hinaus ist noch unklar, inwieweit diese Daten an Dritte weitergegeben werden und wie diese Dritten diese Informationen verwenden und kontrollieren.“

Amazon nutzt die aufgezeichneten Interaktionen nach eigenen Angaben, um Alexa mittels Algorithmen zu trainieren und zu verbessern. Dabei hatten jedoch auch Menschen Einsicht in die Daten – ein Fakt, der vielen Nutzern nicht klar war und für Kritik sorgte.

 

/ Geschrieben von Markus Gärtner