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2020 soll wohl der Cloud-Gaming-Service von Amazon angekündigt werden. Die notwendige Infrastruktur ist mit AWS bereits vorhanden. Die Streaming-Plattform Twitch wird offenbar eine große Rolle spielen.

Videospieler
Dean Drobot/Shutterstock.com

Google Stadia ist gerade gestartet und hat die Tür für Cloud Gaming weit aufgemacht. Dabei ist es für den Nutzer nicht mehr wichtig, welche Hardware in seinem Computer steckt, solange die Internetverbindung stabil läuft. Beim Cloud Gaming wird das Spiel gestreamt, so wie man es von Netflix für Serien oder von Spotify für Musik kennt. Die Krux an der Sache ist die Eingabeverzögerung. Der Start von Stadia verlief etwas holprig, die Idee aber sorgt für großes Echo in der Branche.

Sony hat seinen Dienst Playstation Now reaktiviert, Microsoft arbeitet ebenfalls an einem entsprechenden Projekt. Und mit Amazon betritt nun ein weiteres Schwergewicht die Bühne. Dass Amazon beim Thema Videospiel-Streaming ein Wörtchen mitreden möchte, ist nicht neu. Schon im Januar sickerte durch, dass der Online-Gigant entsprechende Pläne in der Schublade hat. Diese gewinnen in diesen Tagen aber an Substanz.

AWS als Grundlage für Videospiel-Streaming

Bislang hat sich Amazon öffentlich nicht zum Thema Game Streaming geäußert, Insider haben nun aber gegenüber Cnet nochmals unterstrichen, dass die Pläne vorangetrieben werden und spätestens im kommenden Jahr mit einer Ankündigung zu rechnen sei. Der Konzern habe bereits Experten von Microsoft abgeworben und suche Mitarbeiter für eine „neue Initiative“ innerhalb des Teams von Amazon Web Services (AWS). Diese Initiative soll sich bereits um die geplante Gaming-Plattform kümmern. AWS soll die technische Grundlage für das Projekt liefern.

In einem Stellengesuch heißt es, dass die Videospiel-Evolution in eine Zukunft führe, in der jeder ein Spieler ist und Amazon „innovative neue Use cases wie Game Streaming vorantreiben“ wolle. In einem anderen Job-Inserat werde außerdem deutlich, dass die neue Initiative eng mit Twitch und anderen Amazon-Angeboten verknüpft werden soll.

Amazon forciert Videospiel-Engagement

Trotz einiger Rückschläge will Amazon also nicht vom lukrativen Spielemarkt ablassen. Im Juni wurde im Rahmen der Spielemesse E3 öffentlich, dass sich Amazon „von Dutzenden Mitarbeitern“ der Amazon Game Studios trennt. Der Fokus verschiebt sich offenbar weg von der reinen Spiele-Entwicklung hin zur technischen Plattform und zum Technologie-Dienstleister. Twitch wird ausgebaut, das Branchen-Phänomen Fortnite wird mit Big Data aus Amazons Servern unterstützt und das Mammut-Projekt Star Citizen wechselte 2016 von der Cry Engine auf Amazons Lumberyard Engine. Eine Spiel-Engine ist das technische Gerüst eines Videospiels, das den Spielverlauf und die visuelle Darstellung steuert. Der Entwickler CIG wollte damit sicherstellen, dass die Technologie und Serverstruktur von AWS direkt in der Spiel-Engine verankert werden kann. Amazon ist in der Spieleindustrie also längst kein Neuling mehr.

/ Geschrieben von Christoph Pech





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