Alexa bekommt noch einen Namen und spricht nun auch in den Stimmen weiterer US-Stars. Außerdem erhält die Assistentin neue Funktionen.

Frau mit Alexa
Tyler Nottley / Shutterstock.com

Amazon hat seine digitale Assistentin nach der legendären Bibliothek in Alexandria benannt. Jetzt soll Alexa laut dem Portal The Ambient einen weiteren Namen bzw. zusätzliches Aktivierungswort bekommen: Ziggy. Ziggy erinnert zunächst an David Bowies Kunstfigur Ziggy Stardust, einen ausschweifenden Rockstar. Woher der Name wirklich stammt, erklärt ein Amazon-Sprecher: „Er knüpft an Alexas Wissensschatz von A bis Z an. Wir haben unterschiedliche Aktivierungswörter getestet und Ziggy war im Rahmen dieser Tests der Favorit.“ 

Alexa heißt jetzt auch Ziggy

Der neue Name könnte auch eine direkte Reaktion auf die zunehmende Kritik von Menschen namens Alexa sein, die zunehmend deswegen diskriminiert und gemobbt werden. Dazu sagt Amazon etwas nebulös: „Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren Kund:innen ein großartiges Alexa-Erlebnis zu bieten, entsprechend wichtig ist uns ihr Feedback. Darüber hinaus möchten wir unseren Kund:innen stets Auswahlmöglichkeiten bieten. Der neue Name ist ein Beispiel hierfür.“ Der neue Name ist zunächst aber nur in den USA verfügbar. Neben Alexa und jetzt Ziggy kann man Amazons Assistenten auch mit den Begriffen Echo, Amazon oder Computer starten. 

Mit dem neuen Namen erhält Alexa außerdem erstmalig nun auch eine männliche Stimme. Konkurrenten wie der Google Assistant und Apples Siri bieten eine solche Version bereits. Eine Studie der Unesco zeigte auf, dass das teils unterwürfige Antwortverhalten der zumeist weiblich assoziierten digitalen Assistenten von Amazon, Google und Apple dazu beiträgt, Geschlechterklischees zu festigen und Sexismus zu fördern. In diesem Video kann man die neue männliche Stimme hören:

 

Shaquille O'Neal und Melissa McCarthy als Alexa-Stimmen

Neben dem neuen Männer-Klang gibt Amazon seiner Assistentin künftig auch die Stimmen von Basketball-Legende und viermaligem NBA-Sieger Shaquille O'Neal und der für komische Rollen bekannten Schauspielerin Melissa McCarthy, wie Variety berichtet. Alexa kann als O'Neal dann u. a. rappen oder mit McCarthys Stimme witzige Geschichten und Herrenwitze erzählen. Kosten für den Spaß: 4,99 Dollar. Alexa-Nutzer können seit 2019 schon auf die Stimme von Hollywood-Star Samuel L. Jackson zugreifen – hauptsächlich zum Fluchen und Schimpfen.

Neue Funktionen für Alexa

Außerdem bekommt Alexa bzw. Ziggy neben neuen Stimmen auch neue Funktionen, wie Amazon bekannt gibt. Die Nutzer können dann bestimmte Funktionen ausführen, ohne „Alexa“ sagen zu müssen, wie etwa Dinge von einer To-Do-Liste abhaken. Auch das Ordern von Essen via Alexa soll einfacher werden. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner




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