Amazons neue Bundesliga-Statistiken sollen Torgefahr und Passqualität der Spieler enthüllen.

Robert Lewandowski
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Immer mehr neue Statistiken, Grafiken und Erkenntnisse sollen Herz und Hirn der Fußballfans vor dem Bildschirm erfreuen. Mit seinen Bundesliga Match Facts liefert Amazons Cloud-Dienst AWS seit 2020 derartige Statistik-Spielereien für die Bundesliga-Berichterstattung. Jetzt startet der Tech-Anbieter zwei weitere Services, die unter anderem zeigen sollen, wie gut Lewandowski, Haaland und Co. beim Toreschießen und Passen sind.

Amazons Bundesliga-Statistik zu Torgefahr und Pässen

Die Anzeige Shot Efficiency (Schusseffizienz) vergleicht die Anzahl der erzielten Tore mit der AWS-Statistik Tor-Wahrscheinlichkeit (xGoals), die unter anderem anhand der Position des Spielers sowie dessen Entfernung und des Winkels zum Tor im Nachhinein die Möglichkeit dieses Tores berechnet. Die Differenz zwischen diesen beiden Werten ist die Schusseffizienz. So sollen vor allem Stürmer noch besser miteinander verglichen werden können, Stichwort Chancentod. Die neue Tor-Statistik kann sowohl einzelne Spieler als auch ganze Teams analysieren.

Mit Passing Profile (Passprofil) sollen Nutzer sehen können, welche Pässe die Fußballer am häufigsten spielen – also etwa Rückpass oder einen langen Ball – und wie schwierig diese jeweils sind. Dabei wird unter anderem mit einbezogen, wie viele Gegner im Umfeld sind und wie hoch der Ball in der Luft ist. Beide neuen Match Facts kamen beim Bundesliga-Spiel am 11. September zwischen FC Bayern München und RB Leipzig zum ersten Mal zum Einsatz.

Insgesamt bietet AWS den übertragenden Sendern acht dieser Bundesliga Match Facts an. Amazon Web Services hat die Statistiken anhand maschineller Lernmodelle mit Videos der vergangenen Bundesligasaisons entwickelt – so wurden für die Statistik Schusseffizienz etwa mehr als 40.000 Torschüsse ausgewertet.  

„Bundesliga Match Facts ermöglicht es uns, den Fans mehr Einblicke in das Fußballspiel zu geben, den Fernsehsendern mehr interessante Geschichten zu erzählen und den Trainern und Mannschaften mehr Daten zur Verfügung zu stellen, um ihr Spiel zu verbessern. Die beiden neuen Statistiken für diese Saison geben den Fans einen Einblick in die Effizienz der Spieler, wie es ihn bisher noch nicht gab, und wir stehen erst am Anfang unserer Zusammenarbeit mit AWS“, sagte Andreas Heyden, Executive Vice President Digital Innovations der DFL Deutsche Fußball Liga Group.

Bayern vs. Barcelona in der Champions League bei Amazon Prime

Am Dienstag, dem 14. September stehen die ersten Champions-League-Spiele an – und auch hier ist Amazon dabei. Insgesamt bringt Amazon Prime 16 Live-Spiele, davon zwei Play-Off-Spiele, sechs Begegnungen der Gruppenphase und acht Partien der K.O.-Runde. Amazon Prime überträgt jeweils das Topspiel am Dienstag, in diesem Fall FC Barcelona - FC Bayern München um 21.00 Uhr. Danach sollen die Spiele von Borussia Dortmund gezeigt werden – gegen Sporting Lissabon (28. September) und bei Ajax Amsterdam (19. Oktober). Alle anderen CL-Spiele mit deutscher Beteiligung laufen beim Anbieter DAZN.

Doch auch Fußballfans ohne Amazon Prime können die Topspiele sehen: Amazon und Sky haben für die Übertragung in den Sportbars eine Kooperation geschlossen. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner