Amazons digitale Assistentin soll ins All fliegen und wird an Bord der Mondmission Artemis 1 getestet. 

Mond
Romolo Tavani – Shutterstock.com

 

Noch in diesem Jahr schickt die US-Raumfahrtbehörde Nasa im Rahmen ihres Artemis-Programms das Raumfahrzeug Orion in die Umlaufbahn des Mondes, um neue Technik und Systeme zu testen. Auch Amazons Sprachassistentin Alexa darf mitfliegen, wie Amazon mitteilt.

Alexa: Inspiriert durch Star-Trek-Tricorder, jetzt im All

„Der Star-Trek-Computer war Teil unserer ursprünglichen Inspiration für Alexa, daher ist es aufregend und voller Demut zu sehen, wie unsere Vision von ambienter Intelligenz an Bord von Orion zum Leben erweckt wird“, freut sich Aaron Rubenson, Vice President von Alexa Everywhere bei Amazon. „Wir hoffen, dass Alexas Rolle in der Mission dazu beiträgt, zukünftige Wissenschaftler, Astronauten und Ingenieure zu inspirieren, die diese nächste Ära der Weltraumforschung definieren werden.“

Alexa-Test soll Assistentin für schwere Bedingungen optimieren

Alexa soll dabei unter anderem auf Echtzeit-Telemetriedaten zugreifen und missionsspezifische Fragen, etwa nach Geschwindigkeit und Innentemperatur, beantworten können – allerdings nicht von den Astronauten, denn diese Mission ist unbemannt. Stattdessen werden Alexa-Ingenieure im Kontrollzentrum die Assistentin unter den Umständen des Weltraumflugs testen, „um bestehende Alexa-Funktionen für Kunden auf der Erde noch besser zu machen, auch für solche, die in rauen oder abgelegenen Umgebungen ohne Konnektivität arbeiten“, heißt es. Außerdem sollen künftige Astronauten und ausgewählte Besucher im Mission Control Center von der Erde aus mit Alexa interagieren, um zu prüfen, ob die Technik und Kommunikation funktioniert.

Alexas Rolle als KI in der bemannten Raumfahrt

Alexa könnte den Astronauten an Bord dann künftig Informationen liefern, vor allem wenn diese während der Mission angeschnallt oder mit anderen Aufgaben beschäftigt sind. „Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der Astronauten sich an eine Künstliche Intelligenz (KI) an Bord wenden können, um Informationen, Unterstützung und Begleitung zu erhalten. Zusammengenommen können diese Sprachinteraktionen dazu beitragen, das Leben an Bord des Raumschiffs einfacher und effizienter zu gestalten“, hofft Amazon.

Die Ergebnisse der Artemis-I-Mission fließen in den nächsten – dann bemannten – Flug ein: 2023 könnte Alexa dann bei der 2. Mission wirklich mit den Astronauten an Bord sprechen.

/ Geschrieben von Markus Gärtner




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