Kindle-Nutzer können sich E-Books fremder Hersteller jetzt auch via Mail schicken lassen. 

Person liest E-Book
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Wer E-Books liest, kennt das Standardformat EPUB (für electronic publication), mit dem der Großteil der Werke versehen ist. Besitzer des Amazon-E-Book-Readers Kindle konnten derartige Bücher bisher nur mit Zusatzsoftware wie Calibre nutzen. Jetzt will Amazon den Zugriff erleichtern und setzt dafür auf die gute alte E-Mail, wie The Verge berichtet.

Kindle-Besitzer sollen sich demnach bald die auf EPUB basierenden E-Books per Mail auf ihren Reader schicken können. Die Daten werden dann umgewandelt und sind auf dem Kindle lesbar. Das soll allerdings nur mit nicht kopiergeschützten Dateien möglich sein. Ab Ende 2022 soll die Funktion zur Verfügung stehen. 

Warum öffnet sich Amazon für andere E-Book-Formate?

Seit dem Start von Kindle vor 15 Jahren hat Amazon auf sein eigenes Format gesetzt – nahezu alle anderen E-Book-Hersteller, Bibliotheken etc. haben das EPUB-Format genutzt. Einer der Gründe für die Öffnung könnte sein, dass immer mehr Verlage ihre E-Books im EPUB-Format jetzt direkt an die Kunden verkaufen – welche die Bücher natürlich auch ohne viel Aufhebens auf dem Kindle lesen wollen.

Um die Dateien an sein Kindle zu senden, braucht man die entsprechende E-Mail: Diese findet sich im Amazon-Konto unter „Meine Inhalte und Geräte“.

 

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/ Geschrieben von Markus Gärtner