Amazon will unter anderem mit virtuellem Product Placement sein Werbegeschäft pushen.

Team arbeitet vor Bildschirmen
Gorodenkoff / Shutterstock.com

Das Werbegeschäft wird auch für Amazon immer wichtiger. Mit Google und Facebook kämpft man um die Spitze im digitalen Markt. Auf dem Branchen-Event „New Fronts“ hat Amazon jetzt unter anderem eine neue Technologie präsentiert, die die Produktwerbung in Serien und Filmen seiner Streamingdienste erleichtern und optimieren könnte, wie das Unternehmen mitteilt.

Amazon hat ein Beta-Programm für virtuelles Product Placement vorgestellt. Dabei sollen die zu bewerbenden Artikel nach der Postproduktion in das jeweilige Filmmaterial virtuell eingefügt werden. Für Amazon und die werbenden Unternehmen bietet das mehr Flexibilität. Bei einigen Amazon-Formaten wurde die virtuelle Produktplatzierung bereits getestet, etwa „Tom Clancy's Jack Ryan“, „Making the Cut“ und „Leverage: Redemption“.

So kann Virtual Product Placement das Werbegeschäft verändern

„Virtual Product Placement verändert alles“, erklärt Henrik Bastin, einer der Produzenten der Amazon-Serie „Bosch: Legacy“. „Es schafft die Möglichkeit, Ihre Serie zu filmen, ohne an all das zu denken, was bei traditionellen Platzierungen während der Produktion erforderlich ist. Stattdessen sitzt man beim finalen Schnitt und sieht, wo ein Produkt nahtlos und natürlich in das Storytelling integriert werden könnte.“ Erste Marken, die das neue Werbe-Tool getestet haben, sollen Verbesserungen in der Markenpräferenz und der Steigerung der Kaufabsicht festgestellt haben.

Neue Filme und Serien auf Amazon Freevee

Darüber hinaus wurden auch neue Inhalte für Amazons umbenannten Streamingdienst Freevee (vorher: IMDb TV) angekündigt: darunter eine neue Kochwettbewerbs-Serie namens „America’s Test Kitchen: The Next Generation“, das Coming-of-Age-Drama „Beyond Black Beauty“, die Familienshow „Play-Doh Squished“ und die Musikdoku „Post Malone: ​​Runaway“, außerdem neue Staffeln der Serien „Bosch: Legacy“ und „Uninterrupteds Top Class“.

 

Außerdem kauft Freevee u. a. die Senderechte für „Deadpool 1 & 2“, „Logan“, „Hidden Figures“, „Mord im Orient Express“ und „The Post“. Freevee soll darüber hinaus auf mehr als 75 Kanäle erweitert werden.

Neue Werbeformen auf Amazon Twitch

Auch für Amazons Live-Streaming-Videoportal Twitch wurden neue Tools und Methoden vorgestellt, etwa das Programm „Co-Op Drops“. Bei „Drops“ handelt es sich auf Twitch um virtuelle Gegenstände in Games, die Nutzer allein für das Anschauen von Streams anderer Gamer erhalten. Bei dem neuen Programm können Marken sich mit derartigen Drops präsentieren. Software-Riese Adobe hat „Co-Op Drops“ bereits im Rahmen von Amazons Spiel „New World“ getestet.

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/ Geschrieben von Markus Gärtner




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