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Die Medienlandschaft befindet sich im Umbruch. Nun haben sich auch sieben Tech-Größen – darunter Amazon, Google und Netflix – zusammengeschlossen, um neue Medienformate zu erschaffen. Den Anfang sollen lizenzfreie Videos machen.

 

Mann hält Video Fenster in der Luft
© vege - Fotolia.com

Es gibt eine neue Größe in der Medienlandschaft – zumindest der Name lässt Großes erahnen. Die „Alliance for Open Media“, zu deutsch „Allianz für Offene Medien“, hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Medienformate der nächsten Generation zu entwickeln. Hinter der neuen Allianz stehen sieben namhafte Tech-Unternehmen: Amazon, Netflix, Microsoft, Intel, Google, Cisco und Mozilla.

Die Allianz „richtet seine gesammelte Technologie und Expertise darauf aus, das wachsende Internet-Bedürfnis nach hochqualitativen Video- Audio-, Bild- und Streaming-Inhalten über alle Geräte hinweg und für die Nutzer weltweit zu erfüllen“, heißt es in einer Erklärung der Alliance for Open Media. Zunächst soll ein lizenzfreies Video-Format entstehen, das für das Internet optimiert ist, auf jedes Gerät mit jeder Bandbreite angepasst werden kann. Dabei soll das Video-Format so wenig Hardware wie möglich beanspruchen und sich sowohl für kommerzielle als auch nicht-kommerzielle Inhalte eignen.

Wo ist Apple?

„Die Kundenerwartungen an die Medienwelt wachsen immer weiter und um diese Erwartungen zu erfüllen, braucht es die gebündelte Energie des gesamten Ökosystems“, erklärt Gabe Frost, Leiter der Alliance for Open Media. Die Allianz bringe „die führenden Experten in dem gesamten Video-Bereich zusammen, um gemeinsam an einer offenen, lizenzfreien und interoperativen Lösung für die nächste Generation der Video-Anzeige zu arbeiten.“

Wie das Wall Street Journal anmerkt, überrascht allerdings das Fehlen von Apple in der Alliance for Open Media. Dabei hat gerade Apple bereits mehr Produkte und längere Erfahrung in Sachen Video-Streaming und Video-Technologie als viele der Gründungsmitglieder der Allianz. Das Wall Street Journal konnte von Apple aber keine Erklärung erhalten, wieso das Unternehmen nicht dabei ist. Die Alliance for Open Media erklärte derweil, dass noch in diesem Jahr weitere Informationen über das Projekt bekanntgegeben werden sollen. Dann werde man auch erklären, wie Konzerne sich der Allianz anschließen können.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers