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Zwei neue Patente, die sich Amazon unter den Nagel reißen konnte, beschäftigen sich mit der Automatisierung von bestimmten Arbeitsläufen. Hierbei geht es sowohl um die Auslieferung von Paketen als auch um die Reinigung der Logistikzentren. Gleichzeitig treten Berichte ans Tageslicht, die zeigen, dass die Mitarbeiter in den Lagern wohl durchaus Hilfe benötigen könnten.

Handschlag: Zusammenarbeit von Roboter und Mensch
© Willyam Bradberry – shutterstock.com

Wie werden die Logistikzentren von Amazon in Zukunft aussehen? Werden Roboter nahezu vollständig die Arbeit von Menschen übernehmen, oder werden sie vielmehr den Alltag der Mitarbeiter erleichtern? Zwei neue Patente, die Amazon nach Berichten von Wallstreet Online zugeschrieben wurden, verdeutlichen zumindest abermals, dass der Online-Händler weiterhin den Einsatz von neuen Technologien angeht.

Luftversand und Reinemache: Neue Roboter von Amazon

Dabei handelt es sich zum einen um ein System, das sich mit dem automatisierten Ausliefern mithilfe von Drohnen beschäftigt. Hier soll ein spezielles Versandetikett zum Einsatz kommen, das an die hierfür geeigneten Pakete geklebt wird. Hinter dem Patent steht insgesamt ein ganzes Auslieferungssystem, das Seile, einen Fallschirm, eine im Flug wegbrechende Hülle, ein Geschirr sowie Sensoren und Stoßdämpfer für die Landung des jeweiligen Paketes beinhaltet.

Darüber hinaus hat sich Amazon ein Patent gesichert, das sich um Reinigungsroboter dreht. Diese sollen automatisiert die Lagerhäuser säubert. Wallstreet Online vergleicht die Roboter mit den bereits bekannten Helfern, die viele bei sich zu Hause haben. Sie sollen Objekte erkennen und die entsprechende Information an eine zentrale Kontrolleinheit weitergeben können. Zusätzlich besitzen sie einen Arm, der die Objekte auch bewegen kann.

Rheinberger Amazon-Logistikzentrum: „Unglaubliche Arbeitsbedingungen“

Zuletzt hat Wsws.org dem Amazon-Logistikzentrum in Rheinberg einen Besuch abgestattet – und ein vernichtendes Urteil über die dortigen Bedingungen gefällt. Es ist unter anderem die Rede von „unglaubliche[n] Arbeitsbedingungen, die an schwerste Sklavenarbeit erinnern, und gleichzeitig ständige digitale Überwachung“ forcieren. Wsws.org hat hierfür verschiedene Mitarbeiter begleitet und geschaut, wie ihr Arbeitsalltag aussieht.

Kritisiert wird im Einzelnen zum Beispiel zu hoher Zeitdruck, ein teils zu hohes Pensum und körperliche Belastung sowie umfassende Überwachung der Mitarbeiter. Möglicherweise würde das Urteil gegen Amazon weniger tadelnd ausfallen, wenn Roboter den dortigen Mitarbeitern mehr unter die Arme greifen.

/ Geschrieben von Christian Laude





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