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Amazon hat sich noch immer nicht entschieden, wo das zweite Hauptquartier entstehen soll. Während sich das Unternehmen offenbar durch zahlreiche Bewerbungen wühlt, erzählen Bürgermeister der Kandidatenstädte, wie hart der Kampf um den Online-Konzern ist.

Amazons Bio-Domes in Seattle
© PeterVandenbelt / Shutterstock.com 

Wer sich in den vergangenen Monaten so umgehört hat, was einige US-Städte Amazon so bieten, nur damit der Konzern sein zweites Hauptquartier an ihren Standort bringt, wird sich des Öfteren am Kopf gekratzt haben. Von riesigen Steuererleichterungen einmal abgesehen, ging es um riesige Kakteen, Vorteile für die Mitarbeiter und sogar das Angebot, die gesamte Stadt in Amazon umzubenennen. Derzeit wühlt sich der Konzern durch diese Bewerbungen – auf der Technik-Konferenz South by Southwest (SXSW) erzählten einige Bürgermeister der Kandidatenstädte nun, wie hart der Kampf um die Gunst Amazons ist.

So erzählte Sylvester James, Bürgermeister von Kansas City, dass ein Team von 225 Personen an der Bewerbung beteiligt gewesen sei. Die Stadt und der Bundesstaat Missouri hätten Amazon zudem höhere finanzielle Anreize wie Steuererleichterungen zugesagt als es jemals zuvor in der Region gegeben habe. „Amazon kommt nicht umsonst“, erklärte James der FAZ zufolge. Wie viel seine Stadt dem Online-Riesen geboten hat? Dazu äußerte der Bürgermeister sich nicht. Amazon machte jedenfalls keinen Hehl daraus, dass Steuererleichterungen ein entscheidendes Kriterium für den Konzern seien.

Riesige Chance, aber auch viele Risiken

Kansas City befindet sich allerdings nicht mehr auf der Liste der potenziellen Kandidaten. Bürgermeister James will „keine Träne darüber vergossen“ haben – seine Stadt habe im Vergleich zu stärkeren Kandidaten ohnehin schlechte Karten gehabt. Die Stadt habe durch die Bewerbung aber ihre Stärken und Schwächen ergründet und könne das künftig für die Standortvermarktung nutzen.

An der Podiumsdiskussion nahm auch Nancy McFarlane, Bürgermeisterin von Raleigh in North Carolina, teil. Ihre Stadt ist in der engeren Auswahl und gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten der USA. Sollte sich Amazon tatsächlich dort niederlassen, dürfte das der Stadt einen weiteren Wachstumsschub verschaffen – schließlich verspricht der Konzern, dass das zweite Hauptquartier dem in Seattle gleichberechtigt sein und 50.000 neue Jobs schaffen wird.

Für Raleigh könnte das aber auch Probleme mit sich bringen: McFarlane fürchtet, dass der Wohnraum in der Stadt knapp werden könnte. Auch die Infrastruktur von Raleigh könnte mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen überfordert sein. In Seattle ist das schon der Fall: 40.000 Menschen beschäftigt Amazon dort und belegt alleine rund ein Fünftel der verfügbaren Bürofläche. Bezahlbarer Wohnraum wird dabei immer knapper, der Verkehr verstopft oft die Straßen der Stadt. Doch von solchen möglichen Nachteilen will McFarlane sich nicht davon abhalten lassen, weiter um Amazon zu buhlen.

 

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers





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