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Amazon bietet Mitarbeitern einmal im Jahr bis zu 5.000 Dollar, wenn sie sich dafür entscheiden sollten, das Unternehmen zu verlassen. Sollten sie dieses Angebot aber wirklich annehmen, dürfen sie nie wieder bei Amazon arbeiten.

Deal zwischen zwei Geschäftsmännern

© Andrey_Popov - Shutterstock.com

Amazon hat eine recht unkonventionelle Methode entwickelt, um Mitarbeiter darüber nachdenken zu lassen, ob sie weiterhin für den Online-Händler arbeiten wollen. Nach Berichten von CNBC zahlt Amazon bis zu 5.000 Dollar, wenn sich Mitarbeiter der Fulfillment-Zentren dazu entscheiden sollten, das Unternehmen zu verlassen. „Wir wollen, dass Menschen bei Amazon arbeiten, die auch wirklich hier sein wollen“, bestätigt Amazon-Sprecherin Melanie Etches gegenüber CNBC. „Auf lange Sicht ist es sowohl für unsere Mitarbeiter als auch das Unternehmen selbst nicht gesund, irgendwo zu bleiben, wo man eigentlich nicht sein will.“

„Pay to Quit“ gilt für immer

Das ungewöhnliche Angebot namens „Pay to Quit“ gilt demnach einmal im Jahr. Mitarbeiter, die mindestens zwölf Monate bei Amazon arbeiten, erhalten dabei 2.000 Dollar, wenn sie sich gegen Amazon entscheiden sollten. Bei jedem weiteren Jahr kommen 1.000 Dollar hinzu, wobei die Maximalgrenze bei 5.000 Dollar liegt. Einen großen Haken hat Pay to Quit jedoch: Sollte sich nämlich jemand tatsächlich dafür entscheiden und die Segel bei Amazon streichen, darf derjenige nie wieder dort arbeiten.

Doch was will Amazon überhaupt mit Pay to Quit bezwecken? Natürlich will das Unternehmen damit nicht seine Mitarbeiter verschrecken. Laut CNBC soll Amazon-Gründer Jeff Bezos in der Überschrift einer Mitteilung sogar „Bitte nehmt das Angebot nicht an“ geschrieben haben. „Das Ziel besteht darin, Leute dazu zu bringen, sich einen Moment Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, was sie wirklich wollen“, soll Bezos weiterhin im Jahr 2014 in einem Brief an die Aktionäre erklärt haben. Anscheinend mit Erfolg, denn angeblich sind bisher nur wenige (ehemalige) Mitarbeiter den Deal eingegangen.

/ Geschrieben von Christian Laude





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