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Amazon entwickelt sich immer mehr zum Logistik-Unternehmen. Um künftig von den großen Zustellfirmen unabhängig zu sein, bastelt der Online-Riese verstärkt an einer eigenen Flotte. Dass die Lieferung in der Rhein-Main-Region bereits vom Versandhändler selbst ausgeführt wird, sieht die Konkurrenz um DHL entspannt.

Paketzustellung Amazon
© Arcansel / shutterstock.com

Der Online-Händler Amazon ist schon lange kein reiner Händler mehr. Längst hat der US-Konzern seine Fühler in weitere Bereiche des täglichen Lebens ausgestreckt. Bereits seit Längerem ist Amazon darum bemüht, sich von den großen Logistikfirmen unabhängiger zu machen und Lieferungen selbst zuzustellen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass man eine ganze „Lieferarmee“ in den USA plane. In der Rhein-Main-Region ist der Online-Riese bereits als Zusteller unterwegs und beliefert hauptsächlich seine Prime-Kunden. Auch die Same-Day-Delivery wird inzwischen angeboten und nach Angaben von Amazon gut von den Kunden aufgenommen. „Die Kunden nehmen diesen Service zunehmend in Anspruch“, wird das Unternehmen bei der FAZ zitiert.

Verdi äußert zum Vorgehen Kritik

Dass Amazon jetzt auch selbst Lieferungen in der Rhein-Main-Region absolviert, macht vor allem das vor wenigen Wochen eröffnete neue Logistikzentrum in Raunheim möglich. Allerdings werden die Zustellungen nicht von Mitarbeitern des US-Konzerns durchgeführt, sondern Amazon hat Kurierdienste wie zum Beispiel die Frankfurter Liefer-Factory, die Kelsterbacher R&B Logistik, Supreme Star aus Weilburg und Geibel Transport aus Hattersheim mit der Zustellung beauftragt. Dass nach Angaben von Verdi-Logistikexpertin Sigrun Rauch keines dieser Unternehmen Mitglied in einem Arbeitgeberverband der Speditions- und Logistikbranche ist, sieht man bei der Gewerkschaft kritisch, da sich solche Lieferdienste nicht verpflichten, ihren Zustellern den branchenüblichen Tarif zu zahlen. Bei Amazon sieht man diese Kritik als nicht gerechtfertigt und betone, dass man sich nur Partnernunternehmen mit einem „hohen Anteil festangestellter Fahrer“ suche, deren Mindeststundenlohn bei zehn Euro liege, so die FAZ weiter.

DHL sieht neue Konkurrenz gelassen

Dass Amazon seine Pakete nun Stück für Stück selbst ausliefert, nimmt man bei den großen Logistikfirmen relativ entspannt zur Kenntnis. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, betont ein DHL-Sprecher gegenüber der FAZ. Die DHL vertraut auch weiterhin auf die eigene gut ausgebaute Infrastruktur. „So etwas aufzubauen ist nicht so einfach“, heißt es vom Logistiker weiter. Bis auch Amazon so gut vernetzt sein wird, könnte noch einige Zeit vergehen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming





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