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Amazon setzt im Kampf gegen unehrliche Zusteller Paket-Attrappen ein, um die Fahrer auf deren Integrität zu testen. Nach Insider-Informationen konnten dadurch bereits einige schwarze Schafe entlarvt werden.

Übergabe Amazon-Paket
© Frank Gaertner / shutterstock.com

Paketdiebstahl und unehrliche Mitarbeiter sind nicht nur ein Ärgernis für Unternehmen, sie können auch zu erheblichen Umsatzverlusten führen. Alleine im Jahr 2017 sollen US-amerikanischen Händlern durch die kriminellen Machenschaften der eigenen Mitarbeiter an die 46,8 Milliarden US-Dollar (rund 39 Milliarden Euro) verloren gegangen sein. Das geht aus der Analyse der US-Handelsorganisation NRF hervor. Im Kampf gegen die diebischen Zusteller setzt Amazon laut Insider-Informationen auf Fake-Pakete. Wie ein ehemaliger Logistikmanager gegenüber Business Insider verraten haben soll, nutzt der US-Konzern diese Attrappen, um stehlende Mitarbeiter zu überführen. „Es soll eine Falle sein, um die Integrität der Fahrer zu testen“, wird er zitiert.

Anweisung für „Dummy-Pakete“ kommen aus dem Hauptquartier

Laut dem ehemaligen Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte, kommen die Anweisungen für derartige Tests direkt von Amazons Hauptsitz in Seattle. Dabei werden die Fake-Pakete entweder mit willkürlichen Gegenständen ohne großen Wert bestückt oder auch einfach leer den Zustellern untergeschoben. „Manchmal nehmen wir einfach irgendetwas und stecken es in das Paket“, heißt es vom ehemaligen Logistikmanager. Während der Auslieferung wird anschließend jedes Paket vom Zusteller gescannt, beim fingierten Päckchen allerdings wird dem Fahrer eine Fehlermeldung angezeigt. Nun kann dieser entweder direkt seinen Vorgesetzten über die Situation informieren, oder aber er bringt das Paket wieder zurück ins Amazon-Lager. Theoretisch könnte der Zusteller es aber auch einfach mitnehmen. Da das Paket im System nicht gefunden wurde, würde ein Verschwinden nicht auffallen.

„Wenn das Paket zurückgebracht wird, ist der Fahrer unschuldig. Wenn nicht, ist er ein Dieb“, erklärt Sid Shah, ehemaliger Manager bei DeliverOL, das Verfahren kurz und knapp. DeliverOL ist als Zustellerunternehmen für Amazon in den USA tätig.

Eine von vielen Maßnahmen für die Qualitätssicherung

Laut den Angaben des ehemaligen Amazon-Angestellten konnten die Dummy-Pakete bereits einige diebische Mitarbeiter entlarven. „Wir haben Mitarbeiter überführt, die nicht ehrlich waren.“ Auf Nachfrage von Business Insider erläuterte Amazon, „dass Überprüfungen Teil eines allgemeinen Programms zur Qualitätssicherung seien und willkürlich durchgeführt würden.“

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#2 Redaktion 2018-09-27 08:15
Hallo Adam, die Zahl bezieht sich auf die gesamte Einzahlhandelsb ranche in den USA und nicht nur Amazon.
#1 Adam 2018-09-26 10:18
Haben Sie sich hier vielleicht um drei Nullen vertan? $46.800.000.000 ?. Bei 540.000 Mitarbeitern weltweit wären es ja $86.666,-- pro Mitarbeiter und Jahr.



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