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Amazon-Mitarbeiter in den USA dürfen sich freuen: Der Online-Riese erhöht den Mindestlohn für seine Mitarbeiter. Mit diesem Schritt dürfte Amazon kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sein Image noch einmal aufpolieren wollen. Doch Kritiker bemängeln: Die Sache hinkt.

Geld in den Händen
© Yulia Grigoryeva / Shutterstock.com

Amazon will die Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter verbessern und hat sich dazu entschieden, in den USA den Mindestlohn anzuheben: Dabei dürfen sich nicht nur rund 250.000 fest angestellte Mitarbeiter über die Neuerung freuen – auch rund 100.000 Zeitarbeiter, die saisonal mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft eingestellt werden, dürfen profitieren. Der neue Mindestlohn beträgt 15 Dollar pro Stunde und soll ab dem 1. November 2018 gelten.

Doch nicht nur die Gehälter im eigenen Unternehmen sollen angepasst werden. Amazon möchte sich daneben auch dafür engagieren, dass der staatlich vorgeschriebene Mindestlohn angehoben wird – dieser liegt aktuell bei 7,25 Dollar pro Stunde, wobei er in mehreren US-Bundesstaaten bereits über dem nationalen Wert liegt. „Wir haben unseren Kritikern zugehört, nachgedacht, was wir machen wollen, und beschlossen, dass wir die Bewegung anführen wollen“, zitiert Heise Online Amazon-Chef Jeff Bezos.

Neue Amazon-Löhne: Der Haken mit den Boni

Ganz ungetrübt dürfte die Freude bei den betroffenen Mitarbeitern allerdings nicht sein. Denn während der Mindestlohn angehoben wird, gibt es an anderer Stelle Kürzungen: Im Rahmen der finanziellen Veränderungen streicht Amazon nämlich sowohl die monatlichen Boni als auch Aktien-Optionen für die Lager- und Zeitarbeiter.

Wie das Handelsblatt schreibt, habe der Konzern ein entsprechendes Vorgehen gegenüber dem US-Sender CNBC bestätigt. Vonseiten des Unternehmens wurde explizit darauf verwiesen, dass die Erhöhung des Mindestlohns den Verlust der Boni und sonstiger Leistungen „mehr als ausgleicht“, heißt es weiter.

Gespaltene Meinungen unter den Amazon-Mitarbeitern

Einige Lagerarbeiter sollen hingegen berichtet haben, dass sie durch die Umstellungen unterm Strich weniger verdienen. Bisher erhielten Mitarbeiter demnach am Jahresende eine Amazon-Aktie im Wert von aktuell knapp 1.960 Dollar. Hinzu kam eine weitere Aktie im Fünf-Jahres-Intervall. Durch finanzielle Boni durch ein Erreichen bestimmter Arbeitsziele hätten einige Lagermitarbeiter „bis zu acht Prozent ihres monatlichen Einkommens verdienen können, was für einige Arbeiter bis zu 3000 Dollar pro Jahr bedeutet“, berichtet das Handelsblatt. Solche Belohnungen gibt es künftig nicht mehr.

Da die Leistungsanforderungen sehr hoch und die anvisierten Ziele und Metriken jedoch laut einiger Mitarbeiter „brutal aggressiv“ seien, gibt es auch solche Angestellte, die eine Umstellung der Löhne als positiv einschätzen.

Übrigens: Auch in Großbritannien hat Amazon am Mindestlohn gedreht: In London erhalten die Beschäftigten nicht mehr 9,50 Pfund die Stunde, sondern 10,50 Pfund.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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