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Der Oktober hatte sowohl gute als auch schlechte Nachrichten im Gepäck: Zwar wurde Amazon für seine Mindestlohnerhöhung kritisiert und von Ebay verklagt, dafür konnte der Konzern jedoch auch neue Rekordzahlen verkünden. Alle wichtigen Nachrichten der vergangenen Wochen haben wir an dieser Stelle noch einmal für Sie zusammengefasst.

Kürbisse auf hölzernem Grund
© Neirfy – shutterstock.com

Zahlen: Rekordgewinne und weihnachtliche Aussichten, 100 Mio. Dollar für den guten Zweck und steigende Paketpreise

Der Oktober bescherte uns eine ganze Flut von Zahlen aus dem Hause Amazon: So feierte das Unternehmen in Deutschland beispielsweise seinen 20. Geburtstag: Denn am 15. Oktober 1998 wurde auf dem hiesigen Online-Marktplatz das aller erste Produkt (ein englisches Software-Lehrbuch) verkauft.

Auch im Rahmen der aktuellen Bilanz für das dritte Quartal 2018 regnete es Zahlen: So konnte der Konzern seinen Umsatz um ganze 30 Prozent auf knapp 57 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn erreichte mit 2,9 Milliarden Dollar einen noch nie da gewesenen Spitzenwert. Dennoch waren die Anleger nicht zufrieden und die Aktie sackte zwischenzeitlich um rund sieben Prozent ab. Der Grund: Die Anleger hatten mehr erwartet.

Auch der generelle Ausblick auf das aktuelle Weihnachtsquartal scheint die Anleger nicht zu Freudensprüngen zu animieren – Amazon erwartet einen Umsatz zwischen 66,5 Milliarden und 72,5 Milliarden Dollar. Doch zumindest in Deutschland scheint man recht optimistisch: Laut Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber soll hierzulande ein Umsatzplus von 20 Prozent anvisiert werden.

Und noch zwei Zahlen hat uns Amazon in den vergangenen Wochen präsentiert: Einerseits konnte Amazon nach eigenen Aussagen mit dem hauseigenen Hilfs- und Spendenprojekt Amazon Smile seit dem Start im Jahr 2013 ganze 100 Millionen Dollar an soziale Organisationen zahlen. Andererseits – und das dürfte weniger erfreulich sein – erwartet Amazon durch steigende Paketpreise im kommenden Jahr Mehrkosten von bis zu 1,1 Milliarden Dollar.

Kritik: Ebay verklagt Amazon, Mitarbeiter verkauf Kundendaten, neuer Mindestlohn sorgt für Ärger

Eine Klage hat vor wenigen Wochen für Aufsehen gesorgt: Der Online-Marktplatz Ebay hat nämlich Klage gegen den ewigen Konkurrenten Amazon eingereicht. Ebay wirft dem Konzern vor, dass verdeckte Amazon-Mitarbeiter seit 2015 über das interne Ebay-Nachrichtensystem zahlreiche Topverkäufer abgeworben haben – und zwar nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien, Italien und Frankreich, Spanien, Australien sowie Singapur. Ebay sieht darin eine geschäftsschädigende Handlung und fordert nun Unterlassung, Schadensersatz sowie eine Geldstrafe.

Ebenfalls höchst brisant war eine Meldung, nach der ein Amazon-Mitarbeiter sensible Daten von Kunden verkauft haben soll, um sich zu bereichern. Nachdem solche Meldungen bereits vor einigen Wochen die Runde machten, hatte Amazon interne Ermittlungen eingeleitet, die jüngst auch zum Erfolg führten: Der entsprechende Mitarbeiter wurde gefunden. Er soll E-Mail-Adressen gegen Geld an externe Händler herausgegeben haben, wobei er bis zu 2.000 US-Dollar für die Daten verlangte. Der Angestellte wurde entlassen und die beteiligten Händler vom Amazon-Marktplatz ausgeschlossen.

Eigentlich hätte es eine gute Nachricht sein können: Amazon hatte im Oktober bekannt gegeben, den Mindestlohn auf 15 Dollar pro Stunde anzuheben. Dass es dennoch Kritik hagelte, hängt damit zusammen, dass Amazon im Gegenzug die monatlichen Boni und auch mögliche Aktien-Optionen für die Lager- und Zeitarbeiter gestrichen hat. Einige Mitarbeiter sollen berichtet haben, dass sie daher unterm Strich weniger verdienen würden.

Marktplatz: Änderungen bei Rezensionen und neue Vorteile für Geschäftskunden

Bisher konnten Kunden auf dem Amazon-Marktplatz angeben, wenn sie eine Rezension zu einem Produkt „nicht hilfreich“ fanden. Diese Option hat Amazon nun allerdings gestrichen. Mit diesem Schritt will das Unternehmen mehr Transparenz in die Bewertungen bringen und zugleich auch verhindern, dass Händler unbequeme Rezensionen gezielt schlecht bewerten und diese Rezensionen dann möglichst weit nach unten verschoben werden. Andererseits wird es dadurch für die Kunden auch schwieriger, relevante von nicht-relevanten Bewertungen zu unterscheiden.

Daneben hat Amazon auch im Geschäftskundenbereich Änderungen vorgenommen: Unternehmen, die im Rahmen von „Amazon Business“ aktiv sind, können seit Oktober von noch mehr Vorteilen profitieren: Durch die Funktion „Amazon Spend Visibility“ sollen Daten besser analysiert und auch verwaltet werden können, durch „Amazon Guided Buying“ können bestimmte Lieferanten und Produkte bevorzugt werden und bei den Zahlungen sollen Geschäftskunden auch auf Rechnung mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen ordern können. Alles in allem ist das Ziel, mehr Transparenz für die Geschäftskunden zu schaffen und auch möglichen Kosten zu senken.

Als kleines Schmankerl passend zur saisonalen Festlichkeit hat Heidi Klum auf dem US-Marktplatz einen Halloween-Shop für Kostüme eröffnet. Die „Boo-tique“ wurde groß und präsent mit dem Model beworben.

Technik: Alexa erkennt Krankheiten und neuer Kindle Paperwhite

In Sachen Technik gab es im vergangenen Monat zwei größere Neuerungen: Zum einen brachte Amazon einen neuen Kindle Paperwhite heraus: Der Mittelklasse-E-Book-Reader soll vor allem robust und sogar wasserfest sein. Die bewährte Audible-Integration und eine Vorschlage-Funktions sollen das Gerät abrunden.

Noch verblüffender ist wohl aber die jüngste Neuerung bei Alexa: Die Sprachassistentin von Amazon soll künftig nämlich erkennen, wenn ihre Besitzer husten, sich räuspern, niesen oder sonst wie angeschlagen bzw. krank sind. In solchen Fällen ist geplant, dass Alexa beispielsweise vorschlägt, Hustenpastillen oder andere Grippemittel zu bestellen. Darüber hinaus soll sie sogar registrieren können, wenn Nutzer traurig oder depressiv sind und auch hier entsprechende Werbeangebote ausspielen.

Eine neue Kreditkarte für Deutschland, ein eigener Lieferdienst für Wien und Gerüchte, dass Amazon Häuser bauen will

Amazon hat über seinen Alexa Fund Geld in das StartUp Prefab gepumpt. Dieses Jungunternehmen ist auf den Bau von Häusern spezialisiert und nutzt dabei nachhaltige Konstruktionsprozesse und -materialien. Die Investition verlockte die Branche zu Spekulationen, nach denen Amazon planen könnte, irgendwann selbst als Hausbau-Dienstleister zu agieren.

Deutsche Kunden können seit Anfang Oktober von einer neuen Amazon-Kreditkarte profitieren: Die sogenannte „Prime Visa Karte“ verspricht Kunden bei jedem Kauf gewisse Bonuspunkte: Shopper erhalten bei Einkäufen, die sie direkt bei Amazon tätigen, bis zu drei Prozent der Kaufsumme zurück. Doch auch über externe Partner (wie Tankstellen, Restaurants und andere Geschäfte) soll das Punkteprogramm funktionieren, wobei hier der Bonus allerdings noch etwas geringer ausfällt.

Zu guter Letzt hat Amazon in Wien nun anscheinend damit begonnen, selbst zu liefern. Meldungen zufolge fahren in der österreichischen Hauptstadt seit einiger Zeit Transporter einiger Partnerfirmen mit „Amazon“-Logo herum und tragen Pakete aus.

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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