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Amazon wird im Herbst 2019 sein neues Sortierzentrum in Schönefeld starten – die Meinungen darüber sind geteilt.

Amazon Lager
Frank Gaertner / shutterstock.com

Im neuen Amazon-Sortierzentrum in Schönefeld (Dahme-Spreewald) südlich von Berlin sollen rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Projekt ist ein wichtiger Faktor sowohl für Amazon – aber auch für den geplanten Hauptstadtflughafen BER, wie Udo Haase, der Bürgermeister von Schönefeld, beim Richtfest unterstreicht. „Für den künftigen Erfolg des BER ist die Ansiedlung von Logistik ein entscheidender Faktor.“ Die Ansiedlung von Unternehmen wie Amazon sei wichtig, damit sich im Umfeld des Flughafens die notwendige Infrastruktur bilden könne. 

Auch Andreas Marschner, Amazon-Vizepräsident EU Transport Services, betont die Funktion des neuen Sortierzentrums. „Wir freuen uns, neue Arbeitsplätze in Schönefeld zu schaffen, um unser Logistiknetzwerk auf der mittleren Meile auszubauen. Das Sortierzentrum wird eine wichtige Rolle dabei einnehmen, die schnelle und zuverlässige Lieferung zu ermöglichen, die Amazon-Kunden kennen“, heißt es in der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Anwohner fürchten bis zu 1.000 Lkw pro Tag

In dem 34.000 Quadratmeter großen Sortierzentrum werden Pakete aus dem europäischem Logistiknetzwerk von Amazon sortiert und dann weiter in die Verteilzentren zu den Kunden gebracht. Manche Anwohner fürchten vor allem das erhöhte Verkehrsaufkommen und protestieren gegen das Projekt. „Unser kleiner Ort Kiekebusch, 200 Einwohner, ist damit überfordert. Wir haben Angst vor diesen Massen an Verkehr. Man sagt hier etwas von 1.000 Lkw pro Tag, sieben Tage die Woche“, sagt Karl Lobit. „Wir haben hier nebenan erhebliche Verkehrsprobleme, müssen die Straßen ausbauen und umbauen, weil dort alles verstopft ist morgens und abends“, kritisiert Wolfgang Katzer.

Um den Verkehr zu entlasten soll der Ort eine eigene Anschlussstelle an die Autobahn A113 bekommen, der Bund unterstützt den Bau laut golem.de mit fünf Millionen Euro.

/ Geschrieben von Markus Gärtner