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Kein gutes Wochenende für Amazon: In einem Logistikzentrum des Online-Riesen ist ein Brand ausgebrochen.

Rauchmelder von Rauch umhüllt
r.classen / Shutterstock.com

Am vergangenen Samstag ist im bayerischen Graben (im schwäbischen Landkreis Augsburg) bei Amazon ein Feuer ausgebrochen. Gegen 19 Uhr löste die Brandmeldeanlage im Logistikzentrum Alarm aus. Bereits wenige Minuten später sei die Feuerwehr vor Ort eingetroffen.

Brand konnte relativ schnell gelöscht werden

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, waren nach Angaben des zuständigen Kreisbrandinspektors Günter Litzel rund 45 Feuerwehrleuten im Einsatz. Mehr als 100 Mitarbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Brandes in den Hallen befanden, mussten die Gebäude verlassen. Verletzt wurde niemand.

Die Sprinkleranlage im Logistikzentrum habe laut Litzel den Brand zunächst stark eingedämmt und der eintreffenden Feuerwehr darüber hinaus auch den Weg gewiesen: „Wegen der ausgelösten Brandmelder wussten die Feuerwehrleute sofort, in welchem Bereich des etwa 110.000 Quadratmeter großen Areals der Brandort lag – und zwar in der westlichsten der vier Amazon-Hallen in Richtung DHL-Paketzentrum“, heißt es weiter. Der Schwelbrand sei dann relativ schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht worden.

Brandursache ist noch unklar

Dass der Einsatz der Feuerwehr dennoch über mehrere Stunden andauerte und sich bis kurz vor Mitternacht zog, lag nicht zuletzt an den riesigen Regalsystemen, die Amazon in seinen Logistikzentren nutzt und die teils vier Etagen einnehmen.

Nach der Löschung des Brandes mussten die beschädigten Waren aus den betroffenen Regalen entfernt werden. Auch ein Großlüfter kam zum Einsatz, mit dessen Hilfe der Rauch aus dem Gebäude abgezogen wurde. Die Ursache des Brandes ist bislang noch ungeklärt. Die Kripo Augsburg habe die Ermittlungen aufgenommen.

Amazon: Keine Auswirkungen auf Kundenbestellungen

Obwohl das Sicherheitssystem und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres verhindert haben, sei durch den Brand ein hoher Schaden entstanden – auch durch das Löschwasser: Am Samstagabend soll die Polizei nach ersten Schätzungen von einem Schaden in Höhe von einer halben Million Euro ausgegangen sein. Bereits am Sonntag habe es jedoch Meldungen gegeben, die von einer Million Euro sprachen.

Genaue Angaben machte Amazon unterdies nicht. Allerdings ließ das Unternehmen verlauten, dass „keine Infrastruktur wie Wände beschädigt“ worden seien. Ein Großteil des Schadens bezieht sich demnach auf gelagerte Ware selbst, womöglich auch auf einen Teil der Fördertechnik. Man prüfe derzeit, welche Produkte vom Feuer zerstört wurden.

Auf bestellte Waren und Kundensendungen soll der Brand nach Angaben von Amazon keine Auswirkungen haben: „Wir waren am Samstag größtenteils mit den auszuliefernden Arbeiten fertig“, kommentierte Stephan Eichenseher, Pressesprecher des Konzerns. Auch zum Start in die neue Woche gäbe es keine Behinderungen: „Wir können um diesen Bereich herum arbeiten.“

Update: Keine Hinweise auf Brandstiftung – Betrieb stockt

Wie sich zeigt, gestaltet sich das „Drum-herum-Arbeiten“ wohl doch schwieriger als erwartet. Am Montagmorgen standen – anders als sonst – nicht Hunderte, sondern nur einige Dutzend Autos auf dem Parkgelände von Amazon. Der Betrieb soll zu diesem Zeitpunkt noch immer stillgestanden haben, „da Brandermittler der Kripo Augsburg noch am Vormittag den Tatort untersuchten“, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Rund 800 bis 1.000 Mitarbeiter aus der Frühschicht konnten am Montagmorgen ihre Arbeit nicht wie gewohnt aufnehmen. Sie wurden aus Sicherheitsgründen nach Hause geschickt. Bezahlt werden sie dennoch. Derweil kümmern sich Experten um die Sanierung der Schäden. Das Logistikzentrum müsse gereinigt und gelüftet werden. Mit großen Folien sei der betroffene Bereich vom Rest der Hallen abgetrennt worden.

Auch zur Ursache könne bereits mehr gesagt werden: Es gibt nach Aussagen des zuständigen Polizeisprechers Michael Jakob „keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung“, heißt es bei der Augsburger Allgemeinen weiter. Man gehe von einem technischen Defekt aus. Abschließend sei diese Einschätzung allerdings nicht, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Auch die tatsächliche Schadenssumme ist noch nicht bekannt.  

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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