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In Bad Oldesloe und Neuwied baut Amazon neue Verteilzentren – und stößt dabei auf Widerstand aus der Politik.

Amazon-Schild
Frank Gaertner / Shutterstock.com

Amazon-Kunden in den Großräumen Lübeck und Koblenz könnten mittelfristig ihre Bestellungen noch schneller bekommen – der Online-Riese plant jeweils in Bad Oldesloe und Neuwied den Bau eines Verteilzentrums, wie das Stormarner Tageblatt und die Rhein-Zeitung berichten. Zumindest in Bad Oldesloe sehen Lokalpolitiker die Ansiedlung jedoch sehr kritisch.

„Wir können nichts dagegen tun.“

Das dortige geplante Verteilzentrum soll 12.200 Quadratmeter groß werden und rund 150 Arbeitsplätze schaffen, in Spitzenzeiten vor Weihnachten sogar 250. Die Amazon-Logistikmitarbeiter sollen 11,37 Euro die Stunde verdienen, sagte Karsten J. Frost, Regional Director Amazon Logistics. Man sei bemüht, faire Arbeitsverhältnisse zu bieten – auch für die Fahrer. Politiker von SPD und der Linken sehen diese Aussagen laut Stormarner Tageblatt aber kritisch. Der parteilose Bad Oldesloer Bürgermeister Jörg Lembke wurde noch deutlicher in seiner Kritik: „Es wird nur kosten. An Steuereinnahmen sind ungefähr 30.000 Euro zu erwarten. Wir müssen die Infrastruktur, die Straßen, Wohnungen im sozialen Wohnungsbau, Kita-Plätze und so weiter schaffen. Die meisten Mitarbeiter dort werden von ihrem Lohn nicht leben können und Aufstocker werden. Das ist nicht das, was wir uns für unsere Stadt wünschen. Wir können aber nichts dagegen tun. Das ist Privatwirtschaft.“

Manche befürchten auch Folgen für den stationären Einzelhandel. Holger Mahlke von der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe sieht in der Ansiedlung des Online-Riesen „ein psychologisch verheerendes Zeichen“ für Geschäfte in der Innenstadt. Auch das befürchtete Verkehrsaufkommen könnte zum Problem werden: Täglich sollen bis zu 300 Fahrzeuge auf dem Gelände die Pakete abholen und ausliefern. Laut Internet World wäre es das 20. Verteilzentrum von Amazon in Deutschland. 

In Neuwied sollen rund 120 Mitarbeiter im Verteilzentrum zum Einsatz kommen. Der Standort bei Koblenz umfasst rund 23.000 Quadratmeter und soll schon im Herbst 2019 in Betrieb genommen werden. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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