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Der Handelsexperte Dough Stephens erklärt anhand von drei Ursachen, warum Amazon trotz seiner aktuellen Vorherrschaft langfristig scheitern könnte – schuld sei auch Jeff Bezos. 

Amazon-Pakete
Willrow Hood / Shutterstock.com

Amazon ist zwischenzeitlich an der Börse das wertvollste Unternehmen gewesen, dominiert noch den Online-Handel der westlichen Welt und wartet immer wieder mit neuen innovativen Projekten auf. Was soll da noch schief gehen? Doch auch ein Online-Riese kann in die Knie gehen, wie der Einzelhandelsexperte Dough Stephens erläutert. Er beschreibt anhand von drei Ursachen ein mögliches Ende des Unternehmens, wie futurezone.de berichtet. Schon in den nächsten zehn Jahren könne es soweit sein, heißt es.

Derzeit sei Amazon laut Stephens zwar „extrem innovativ, konstant disruptiv und völlig ausgerichtet auf den Kunden“ – aber das reiche nicht mehr aus. Denn auch für Walmart, Amazons stationären Gegenspieler, hätten diese Beschreibungen gegolten, inzwischen befinde sich der gigantische US-Einzelhandelskonzern aber in einem „existenziellen Kampf“ mit dem wachsenden Online-Handel. 

Die Gründe für das Scheitern von Amazon

Das sind sinngemäß die entscheidenden Gründe für Amazons mögliches Ende:

  1. Unternehmen, die in ihrem Bereich großen Erfolg haben, können blind werden für wichtige soziale, wirtschaftliche oder technologische Veränderungen. Es bestehe die Gefahr, dass ein Unternehmen weiterhin auf bewährte Strategien setzt, statt seine Perspektive zu ändern. „Wenn ein Unternehmen nicht bereit ist, den Blickwinkel, aus dem es den Markt betrachtet, völlig zu ändern, wird es Gefahren oder Chancen, die außerhalb seiner Sicht liegen, nicht wahrnehmen“, warnt Stephens. Was in der Vergangenheit erfolgreich gewesen sei, müsse es nicht zwingend auch in der Zukunft sein.

  2. Das Einkaufen bei Amazon mache nicht wirklich Spaß. Zwar biete der Online-Marktplatz die größte Auswahl an Produkten, die mit der höchsten Geschwindigkeit und Bequemlichkeit geliefert werden könnten. Doch es fehle an der Befriedigung anderer menschlicher Bedürfnisse, die ebenfalls mit dem Einkaufen verknüpft seien: Kontakte knüpfen, Neues entdecken. Das Einkaufen bei Amazon sei hingegen ein einsames und freudloses Unterfangen.

  3. Jeff Bezos ist einer der Erfolgsfaktoren – und gleichzeitig sei der Personenkult um den Gründer auch ein Problem. Denn Amazon sei viel zu sehr auf seinen Gründer und Chef fokussiert. Derartige Unternehmen, wie etwa auch Tesla oder Facebook, leben zwar von der Mentalität ihrer Macher – wenn dieser allerdings ausscheide oder sein Engagement abnehme, könne der Erfolg nachlassen. So könne Bezos aber auch durch seine vielen Nebenprojekte – wie die Raumfahrt – das Kerngeschäft um Amazon aus dem Blick verlieren.

Kritik an Amazons Eigenmarken-Strategie

Darüber hinaus übt Stephens auch an Amazons Eigenmarken-Strategie Kritik: Das Unternehmen locke quasi Marken „als Versuchsmäuse“ auf seine Plattform, um dann mit den Daten und Erkenntnissen daraus seine eigenen Marken erfolgreicher zu verkaufen. Da Amazon derartige Produkte meist billiger anbiete und auf seiner eigenen Plattform bevorzugen könne, würde der Kunde dann auch eher zu Amazons Eigenmarken greifen. Unternehmen bzw. Marken, die mit Amazon Geschäfte machen wollen, sollten daher „die Augen offen“ und „den Fallschirm bereit halten“, rät Stephens zur Vorsicht. 

Auch Jeff Bezos selbst hat den Untergang seines Unternehmens schon mehr oder weniger ernst prophezeit: „Schaut man sich große Konzerne an, so liegt deren Lebensdauer bei 30 + Jahren, und nicht 100 +.“ Das Ende lasse sich demnach auch gar nicht verhindern, sondern nur verzögern – durch absolute Kundenfokussierung. Egal, wem man also glauben mag – eins scheint sicher: Amazon wird irgendwann Geschichte sein.

 

 

/ Geschrieben von Markus Gärtner


Kommentare

#3 Stefan Schaarschmidt 2019-09-18 18:19
Was für ein trivialer Bockmist. Das braucht es also, um Einzelhandelsex perte zu sein? Was für Gründe
1. Unternehmen können blind werden, ja klar. Dafür müssen sie nicht erfolgreich sein, da reicht ein beratungsresist enter Chef oder ein Management was lieber vergangene Erfolge feiert.
2. Einkauf macht keinen Spaß(?) - Was dort beschrieben wird ist dem Internethandel immanent und kein spezifisches Amazon-Problem, im Gegenteil - es wird doch eher aufgezeigt, warum amazon erfolgreich ist (schnelle Lieferung - absolute Kundenorientierung)
3. Personenkult Jeff Bezos - bin seit vier Jahren auf dem marketplace - Jeff Bezos Handschrift ist nicht zu spüren - es ist nicht Apple
Pikant auch der Vergleich mit Walmart - ich glaube, die haben genau den Sprung in s Internetzeitalt er verpasst, wie so viele. Wer kennt noch Quelle? Einst Europas größter Versandhändler, die Infrastruktur für den Onlinehandel bereits vorhanden, inklusive Auslieferungsdi enst (Hermes). Aber die Chance verpasst, online zu gehen.
Verschont uns bitte vor solchen Experten, reine Zeitverschwendu ng
#2 andre 2019-09-13 13:04
Sind die Gründe wirklich ernst gemeint ?
Das würde ja bedeuten das Mercedes, Apple, Aramco usw. dann schon längst Pleite sein müssten.
So ein Schmarrn, selten soetwas Dummes in diesem Bereich gehört.
#1 Gerd Schroeder 2019-09-13 09:17
Nun, das auch Amazon mal Geschichte werden wird, ist ja nicht wirklich ein neuer Gedanke. Was ist auf dieser Welt schon für ewig? Alles hat seine Zeit und seine Stunde.



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