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Nicht Amazon, sondern Microsoft erhält einen erhofften Milliarden-Deal des US-Verteidigungsministeriums. Hat US-Präsident Trump sich gegen den Online-Riesen stark gemacht?

Soldaten mit Laptop
PRESSLAB / Shutterstock.com

Im Rahmen des Projekts JEDI (Joint Enterprise Defense Infrastructure) soll das US-Militär mit Cloud-Diensten ausgestattet werden. Viele Big Player der IT-Branche haben lange um den milliardenschweren Auftrag gekämpft – jetzt hat Microsoft den Zuschlag bekommen, wie die New York Times berichtet.

Hat Donald Trump seine Finger im Spiel?

Microsoft soll dafür rund 9 Milliarden Euro in zehn Jahren erhalten. Die Entscheidung des US-Verteidigungsministeriums kommt aber für viele überraschend – Amazon galt lange als Favorit. Der Online-Riese hat mit seiner Cloud-Sparte Amazon Web Services unter anderem zuletzt auch die CIA (Central Intelligence Agency) ausgerüstet. Experten vermuten, dass auch Donald Trump eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnte – der US-Präsident führt seit Jahren unter anderem via Twitter eine Art Privatfehde gegen Amazon-Chef Jeff Bezos. Allerdings darf der Präsident eigentlich keinen Einfluss auf die Vergabe derartiger Aufträge nehmen. 

Trumps mögliche Einmischung kritisiert auch Price Floyd, ehemaliger Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Pentagon. „Er ist der Oberbefehlshaber und er war nicht gerade subtil bei seiner Feindseligkeit gegenüber Amazon“, meint Floyd. Das US-Verteidigungsministerium schreibt in seiner Erklärung, dass die Vergabe „in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften“ durchgeführt wurde. Alle Anbieter seien fair behandelt und anhand der angegebenen Bewertungskriterien bewertet worden.

Das sagt Amazon zu der Absage 

Amazon kritisierte die Entscheidung für die Konkurrenz. „Amazon Web Services ist der klare Marktführer im Cloud Computing und eine detaillierte Bewertung der Vergleichsangebote führt eindeutig zu einem anderen Schluss“, meint Drew Herdener, ein Sprecher von Amazon. „Wir sind weiterhin sehr daran interessiert, Innovationen für das neue digitale Schlachtfeld voranzutreiben, auf dem Sicherheit, Effizienz, Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit der Ressourcen der entscheidende Faktor zwischen Erfolg und Misserfolg sein können.“ Experten vermuten, dass Amazon auch rechtlich gegen die Entscheidung vorgehen könnte. 

Für das JEDI-Projekt hatten sich unter anderem auch IBM, Oracle und Google beworben. Das Suchmaschinen-Unternehmen hatte sich aber im Herbst 2018 aus ethischen Bedenken wieder zurückgezogen. Eine Studie der Nichtregierungs-Organisation Pax hatte Amazon jüngst für seine Entwicklungen für den militärischen Bereich kritisiert.

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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