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Amazon baut in Wuppertal ein Verteilzentrum und stößt dabei auf geteilte Meinungen vor Ort. Dabei ist Wuppertal aus verschiedenen Gründen prädestiniert für eine Ansiedlung – immerhin war es mal „Pakethauptstadt“.

Amazon Pakete
Frederic_Legrand COMEO / shutterstock.com

Amazon kommt auch nach Wuppertal. Die E-Commerce-Macht will in der Stadt ein Verteilzentrum bauen, berichtet die Westdeutsche Zeitung. Politiker vor Ort sind gespaltener Meinung über die neue Ansiedlung. 

Amazon in Wuppertal: Freude über Arbeitsplätze, Angst vor Lieferverkehr

Das neue Verteilzentrum soll im Stadtteil Langerfeld entstehen. Die Anzahl der möglichen Arbeitsplätze oder das Eröffnungsdatum hat Amazon noch nicht bekannt gegeben, das Vorhaben aber bestätigt. Der Bürgerverein Langerfeld erwartet mehrere hundert Arbeitsplätze. Allerdings befürchte man auch Einschränkungen durch den zu erwartenden Lieferverkehr, sagt Margret Hahn, Vorsitzende des Bürgervereins. Amazon würde auch generell den stationären Handel schwächen, gerade in Langerfeld hat das aber jetzt wohl kaum noch Wirkung. „Wir haben hier ja kaum noch Läden“, sagt Hahn. „Man kann den Zug aber kaum aufhalten.“ Amazon setzt hingegen auf Beschwichtigung. „An allen unseren Standorten wollen wir ein guter Nachbar sein. Wir schaffen Arbeitsplätze und engagieren uns für gute Zwecke in der Gemeinde“, erklärt Nadiya Lubnina von Amazon. 

Pakethauptstadt Wuppertal – das sind die Gründe für die Ansiedlung

Wuppertal hat rund 350.000 Einwohner und bietet beste Bedingungen für Amazon. Das neue Verteilzentrum würde direkt am Autobahnkreuz der A1 liegen. Die nächsten Verteilzentren liegen in Düsseldorf und Bochum. Darüber hinaus war Wuppertal – zumindest im Jahr 2015 – Deutschlands „Pakethauptstadt“: Dort wurden rund 19 Sendungen pro Kopf und Jahr an Privatempfänger ausgeliefert. Die Gründe sind aber unklar.

Amazon knüpft sein Netzwerk an Logistik-Standorten in Deutschland immer dichter: Zuletzt wurde bekannt, dass in Hof und Emden Logistik-Zentren entstehen. Damit hätte Amazon in Deutschland 17 dieser größten Standorte. Amazon betreibt drei verschiedene Typen von Zentren: In den Logistik-Lagern werden die Bestellungen gepackt, in den Sortierzentren für die endgültige Lieferung zusammengestellt und schließlich von den Verteilzentren aus zum Endkunden geliefert. Insgesamt arbeiten in den verschiedenen Zentren laut Amazon rund 13.000 feste Mitarbeiter.

/ Geschrieben von Markus Gärtner


Kommentare

#1 Wolfgang Müller 2020-02-21 19:36
Anwohner befürchten Lieferverkehr. Da jann man nur lacgen. Früher war da die Spedition Wohlfahrt. Da war auch rund um die uhr starjer ljw Verkehr. Außerdem ist das Gewerbegebiet.



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