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Amazon darf im oberfränkischen Pommersfelden ein Verteilzentrum bauen – nach dem Widerstand einer Bürgerinitiative musste die Gemeinde darüber abstimmen.

Amazon-Lager
© Amazon

Am Ende war das Ergebnis klar: 978 Bürger stimmten im sogenannten Ratsbegehren für eine Ansiedlung Amazons mit „Ja“, 635 mit „Nein“. Damit steht fest: In Pommersfelden wird Amazon ein Verteilzentrum bauen, das im nächsten Jahr den Betrieb starten soll, wie infranken.de berichtet.

Darum ist die Bürgerinitiative gegen Amazon

Zuvor gab es Widerstand: Die Limbacher Bürgerinitiative „Lebenswerte Gemeinde Pommersfelden“ mit rund 600 Unterstützern hatte sich gegen Amazon stark gemacht und ein Bürgerbegehren gefordert. Die Menschen aus dem angrenzenden Gebiet fürchten unter anderem den erhöhten Lieferverkehr, einen damit einhergehenden Verlust der Lebensqualität und des Wertes der Grundstücke. Ebenso wurde kritisiert, dass die Gemeinde damit die letzte freie Gewerbefläche verkaufe und somit kein Platz mehr für kleinere Ansiedlungen aus der Region zur Verfügung stehe.

„Ein Stich ins Herz“

Der zuständige Bürgermeister Hans Beck freut sich über das Ergebnis der Abstimmung: „Für uns bedeutet das über 100 neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen“, erklärt er. „Für uns ist das ein Stich ins Herz“, erklärt hingegen Roland Seubert, Sprecher der Bürgerinitiative auf nordbayern.de. „Das ist ein schwarzer Tag für Limbach.“ Die Gemeinde will gegen den erwarteten Lärm eine Schutzwand errichten. Zusätzlich sollen 80 neue Bäume gepflanzt werden.

Das neue Verteilzentrum soll rund 5600 Quadratmeter groß werden, außerdem wird das verantwortliche Unternehmen, der Immobilienentwickler P3 Logistic Parks ein Parkhaus bauen. Amazon hat nach eigenen Angaben drei Verteilzentren in der Region: Eins in München und eins in Nürnberg, in Bayreuth wird gerade ein weiteres Zentrum gebaut. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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