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Wie geht Amazon mit der Coronakrise um? Eine E-Mail von Country Manager Ralf Kleber soll jetzt Aufschlüsse geben.

Ralf Kleber
Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber im weihnachtlichen Pop-up-Store in Berlin, 2018 © Tina Plewinski / Amazon Watchblog

Es ist aktuell eine Berg- und Talfahrt für Amazon. Auf der einen Seite hat die Coronakrise zu einem deutlichen Umsatzanstieg geführt, auf der anderen Seite wird die Kritik wegen angeblich schlechter hygienischer Bedingungen in den Logistikzentren weltweit immer lauter. Inzwischen hat der US-Konzern vier Tote in seinen Lagern zu beklagen, alle Todesfälle verursacht durch das Coronavirus.

Nun versucht sich Deutschland-Chef Ralf Kleber an einer Momentaufnahme und geht in einer E-Mail auf die verschiedenen Maßnahmen ein, die Amazon in den letzten Woche ergriffen hat. „Um Kunden weiter beliefern zu können und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Logistikzentren zu schützen, fokussieren wir uns unermüdlich auf ihre Gesundheit und Sicherheit“, heißt es in der Nachricht. Dafür investiere man intensiv: „Unter normalen Umständen würden wir für das kommende zweite Quartal 2020 einen Gewinn von vier Milliarden US-Dollar erwarten, den wir nun für Maßnahmen rund um COVID-19 aufwenden“, so Kleber weiter.

Sicherheit, aber es muss trotzdem schnell gehen

Für die Sicherheit bei Amazon wurden über 150 Arbeitsprozesse angepasst, unter anderem die Einführung von Sicherheitsabständen und geänderte Pausen- und Schichtzeiten. Außerdem werden die Standorte regelmäßig gereinigt und desinfiziert, die Zustellung erfolgt kontaktlos. Um der gestiegenen Nachfrage Herr zu werden, wurden in Deutschland zusätzlich 350 neue Mitarbeiter eingestellt.

Aber Amazon wäre nicht Amazon, wenn bei all den Vorsichtsmaßnahmen nicht dennoch die schnelle Belieferung des Kunden an oberster Stelle steht. „In den vergangenen Wochen wollten wir vor allem sicherstellen, dass Kunden Waren des täglichen Bedarfs zeitnah erhalten, wie etwa Lebensmittel, Babyprodukte, Pflege- und Hygieneartikel“, betont Ralf Kleber.

Zuckerbrot und Peitsche

Auch in der Coronakrise zeigt sich Amazon auf der einen Seite hilfsbereit, in dem es beispielsweise 3,5 Millionen Euro für Hilfsorganisationen in Deutschland bereitstellt. Außerdem unterstützt der Konzern die Weltgesundheitsorganisation mit Cloud-Technologien und Fachwissen, um dabei zu helfen, das Virus einzudämmen.

Auf der anderen Seite greift das Unternehmen aber auch nach wie vor auf seinem Marktplatz hart durch, wenn sich jemand nicht an die Spielregeln hält. „Zugleich gehen wir konsequent gegen jene Verkaufspartner vor, die mit überteuerten Preisen Profit aus der Krise schlagen wollen. Bisher haben wir mehr als eine Million solcher Angebote entfernt und weltweit mehr als 10.000 entsprechende Verkäufer-Konten gesperrt“, so in der E-Mail weiter zu lesen.

Abschließend betont Ralf Kleber noch einmal, dass es das Ziel von Amazon bleibt, „all jene in unserem Umfeld zu unterstützen, die sich gerade jetzt auf uns verlassen – ganz gleich ob Kundin oder Kunde, Kollegin oder Kollegen oder Partnerunternehmen oder Hilfsorganisation. Bei aller Unvorhersagbarkeit der Lage: Das ist und bleibt unsere Konstante.“

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#1 Fred Böhl 2020-05-11 08:15
Dieser Bericht ist eine Farce. Wir wollen Amazon Kunden schützen und in dieser Krise blockiert Amazon unsere Produkte! Und das obwohl die Produkte weder gegen Amazon Richtlinien verstoßen noch gesetzlichen!

Wir erhielten mehrfach die schriftliche Zusage, dass unsere Produkte innerhalb 24 Stunden freigeschaltet werden! Dieses wurde natürlich nicht gehalten! Mehrfaches Anschreiben an Herrn Kleber blieben unbeantwortet! Amazon selber kauft jedes Jahr Mengen von diesem Hersteller selber ein und wir werden hier blockiert! Dieses hat unternehmerisch e Konsequenzen, die wir nicht einfach so hinnehmen werden! Mfg Fred Böhl



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