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Amazon will mit einem Aktionstag am 22. Juni den Mode-Verkauf in der Coronakrise anheizen.

Mode Shopping
sebra / shutterstock.com

Wegen der Coronakrise musste Amazon bereits seinen wichtigsten Aktionstag verschieben: Der Prime Day läuft vermutlich erst im September. Doch ganz ohne Ausverkauf soll der gewohnt umsatzschwache Sommer im Online-Handel nicht ablaufen: Amazon arbeitet an einem speziellen Verkaufsevent für Mode, berichtet cnbc mit Verweis auf vorliegende interne Dokumente. Der „Summer Sale“ soll wohl am 22. Juni stattfinden und über eine Woche dauern.

So will Amazon die Mode-Umsätze pushen

Laut cnbc habe Amazon einen Teil seiner Marktplatz-Händler eingeladen, Angebote für Mode-Artikel mit einem Rabatt von mindestens 30 Prozent einzureichen. Amazon baut gerade die Landing Pages für das Event, dessen letztendlicher Name noch nicht bekannt ist, Arbeitstitel bisher: „Biggest Sale in the Sky”. Die Verkaufsaktion soll sieben bis zehn Tage dauern. „Wir veranstalten die größte Sommerschlussverkaufsveranstaltung, um Aufregung zu erzeugen und den Verkauf anzukurbeln“, soll in der Mitteilung an die eingeladenen Händler stehen. Weitere Details sind nicht bekannt, Amazon hat sich zu dem Bericht nicht geäußert.

Der gewünschte Umsatzimpuls dürfte – gerade für die Mode-Branche – dringend nötig sein. Sowohl der stationäre als auch der Online-Handel mit Kleidung hat in der Coronakrise gelitten: Zuerst waren die Lieferketten aus Asien beeinträchtigt, dann ging die Shoppinglaune flöten, die Kunden konzentrierten sich auf das Nötigste statt den neusten Chic und Schnäppchen. Die Konsequenz: Viele Händler blieben auf der Frühlingsware sitzen, während die Sommerkollektionen schon da sind. Jetzt soll der Fashion-Schlussverkauf zumindest online etwas Entlastung bringen.

Zu viele Verkaufsevents in kurzer Zeit?

Mit dem Event gibt Amazon andererseits ein Zeichen zurück zu mehr Normalität. Wurde der Prime Day noch verschoben, weil man fürchtete, der Belastung logistisch nicht standzuhalten, scheint die Herausforderung jetzt lösbar. Dennoch wird es durch die Verschiebung des umsatzstarken Prime Days wohl zu Einbußen kommen. Jetzt der „Summer Sale“, in drei Monaten der Prime Day, nur kurze Zeit später schon der Black Friday und die Cyber Week – fraglich, ob sich die Online-Shopper in Krisenzeiten alle paar Wochen in den Schnäppchenrausch stürzen.

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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