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Im Rahmen seines Delivery-Service-Partner-Programms sucht Amazon Menschen, die in Deutschland einen eigenen Zustelldienst aufbauen wollen und gibt dabei umfangreiche Unterstützung – für Frauen sogar einen Zuschuss von einer halben Million Euro.

Amazon Lieferdienst
Amazon

Die Coronakrise hat in vielen Branchen und Unternehmen Jobs gekostet, bei Amazon hingegen hat sie zu noch mehr Bestellungen und folglich mehr nötigen Arbeitsplätzen geführt – vor allem in der Logistik. Überdies will Amazon sich sowieso aus der Abhängigkeit der großen KEP-Dienstleister wie DHL, Hermes und Co. befreien. Daher will Amazon in Deutschland mehrere Dutzend neue Lieferpartner in das eigene Logistiknetzwerk aufnehmen und bietet dafür zu einem möglichen Start ein umfangreiches Leistungspaket bei seinem Delivery-Service-Partner-Programm, wie das Unternehmen auf seinem Blog bekannt gab.

Das bietet Amazon neuen Delivery Service Partnern in Deutschland

Wer selbst ein Zustellunternehmen gründen und für den E-Commerce-Riesen Pakete ausfahren lassen will, bekommt dafür von Amazon: 

  • Zugang zur Amazon-Liefertechnologie inkl. Geräte für die Zustellungen

  • Leasingangebote für Lieferfahrzeuge mit dem Amazon-Logo

  • ein Kraftstoffprogramm

  • rabattierte Angebote auf Steuer- und Buchhaltungssoftware, juristische Beratung und Versicherungsoptionen

  • Unterstützung bei der Einstellung von Fahrerinnen und Fahrern oder ein mehrwöchiges Schulungsprogramm für Geschäftsinhaber

  • hochwertige Amazon Arbeitskleidung

Außerdem verspricht Amazon allen neuen Lieferpartnern „ein geregeltes Auftragsvolumen“. Als „erfolgreiche Lieferpartner mit einer Flotte von 20 bis 40 Lieferfahrzeugen“ könne man einen Jahresgewinn zwischen 60.000 und 140.000 Euro erzielen, stellt Amazon in Aussicht. Doch in den Info-Seiten weist Amazon auch auf die Anforderungen hin: „Die Führung eines Lieferunternehmens ist mit Fleiß verbunden und verlangt von Ihnen, dass Sie kräftig mit anpacken.“

Weibliche Gründer erhalten 500.000 Euro zum Start

Besonders für Frauen soll sich ein Einstieg in das Zustellgeschäft mit Amazon lohnen, denn weiblichen Gründerinnen gewährt das Unternehmen sogar 500.000 Euro Zuschuss. „Möglicherweise haben sie nicht über die Logistik und insbesondere die letzte Meile als Branche ihrer Wahl nachgedacht. Dies möchten wir ändern, weil wir stark daran glauben, dass die deutsche Logistik von mehr Vielfalt und mehr Frauen als Gründerinnen profitieren wird“, lockt Robert Viegers, Director Amazon Logistics in Deutschland.

Doch das Projekt wird zum Teil auch schon kritisch gesehen. So heißt es in den Kommentaren beim Logistik Watchblog: „Das ist UBER für Paketdienste. Unglaublich, was hier läuft. Einzelkämpfer ohne Rechte, die gleichzeitig, die ohnehin schon schlecht bezahlten Paketfahrer anderer Paketdienste ersetzen werden. Arme Amazon-Welt.“

Wie kann ich für Amazon als Zusteller arbeiten?

Laut eigenen Angaben habe Amazon weltweit bereits mehr als 800 Gründerinnen und Gründer beim Aufbau ihres eigenen Unternehmens unterstützt. In den USA ist ein ähnliches Programm wie jetzt in Deutschland bereits im Mai 2019 gestartet.

Interessierte können sich über die wichtigsten Fragen des Delivery-Service-Partner-Programms informieren oder sich direkt anmelden bzw. ein dafür nötiges Konto erstellen.

/ Geschrieben von Markus Gärtner


Kommentare

#1 helge 2020-06-23 14:40
supi, bei 20 fahrzeugen 60.000 euro gewinn. und das ist sicher schon optimiert gerechnet. wären also pro fahreug 3000euro gewinn im jahr. nur mal kurz ein unfall und man ist in der verlustzone. nur mal eben viele krankschreibung en und man ist in der verlustzone. paketverluste.. ...sicher nicht mit eingerechnet.

und wahrschienlich kommt man nur auf die zahlen, wenn man für seine mitarbeiter weder eine geregelte arbeitzeit noch mindestlohn gelten lässt.

soll amazon doch die leute selber einstellen. ganz einfach. aber man will ja nicht haftbar gemacht werden, für die notwendige ausbeutung der mitarbeiter...

wer das macht, muss dämlich sein.



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