Williams-Sonoma und Amazon einigen sich nach einer Klage in einem Vergleich. Bei dem Streit vor Gericht ging es unter anderem um einen Dauerbrenner der Kritik am Online-Riesen: Die Amazon-Eigenmarken.

Amazon Hauptsitz
Sundry Photography / Shutterstock.com

Amazons eigene Marken stehen seit jeher immer wieder in der Kritik. Der Vorwurf: Der Online-Riese beobachtet erfolgreiche Artikel und Händler auf dem Marktplatz und launcht solche Produkte dann unter einer Eigenmarke. Selbst ehemalige Amazon-Mitarbeiter haben diese Vorwürfe vorgebracht, Jeff Bezos persönlich musste sich auch deswegen einem Untersuchungsausschuss stellen.

Verkauft Amazon gefälschte Produkte unter seiner Eigenmarke?

Williams-Sonoma, eine Haushaltswaren- und Lebensmittel-Kette aus den USA, hatte 2018 gegen Amazon geklagt, und den Online-Riesen unter anderem beschuldigt, Produkte von Williams-Sonoma kopiert und dann unter Amazons Eigenmarke Rivet verkauft zu haben. Amazon habe beabsichtigt, den guten Ruf von Williams-Sonoma und dessen verbundenen Marken zu vereinnahmen und damit zu handeln.

Ein weiterer Klagepunkt richtete sich gegen die Art und Weise der Präsentation von Williams-Sonoma auf Amazon. Der Firmenname werde auf den Amazon-Produktseiten nicht deutlich genug dargestellt. Für den Käufer kann das möglicherweise verwirrend sein, da er nicht sofort weiß, bei wem er letztendlich das Produkt kauft – auch das ist ein Vorwurf, den man von Amazon-Shoppern immer wieder hört.

Das sagt Amazon zu den Vorwürfen

Jetzt haben sich die beiden Parteien jedoch außergerichtlich geeinigt und einen Vergleich geschlossen, wie retaildive berichtet. Details zum Vergleich wurden nicht genannt. Amazon wies darauf hin, dass Williams-Sonoma den Begriff „Fälschung“ falsch gebraucht habe und keinen der Vorwürfe aufzeigen konnte. Amazon vermutet hingegen, dass das klagende Unternehmen so seine Verkäufe über den Amazon-Marktplatz verhindern wolle.  

/ Geschrieben von Markus Gärtner





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