Der Online-Riese Amazon hat angekündigt, sich beim Thema Wohnraum sozial zu engagieren.

Bezahlbarer Wohnraum: Schlüssel in einem Haustürschloss
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Bezahlbarer Wohnraum ist in Großstädten oft knapp. Insbesondere dann, wenn es sich um solche Städte handelt, in denen große Tech-Unternehmen ansässig sind. Das Problem ist nicht neu: Namhafte Konzerne wissen um die Problematik massiv steigender Mieten und in der Vergangenheit wurden von verschiedenen Unternehmen bereits Strategien erwogen.

Auch Amazon hat sich das Thema erschwingliches Wohnen nun auf die Fahne geschrieben und will sich dabei von seiner sozialen Seite zeigen. So kündigte der Konzern nun laut einer dpa-Meldung beim Handelsblatt ein milliardenschweres Maßnahmenpaket an. Insgesamt zwei Milliarden US-Dollar, also etwa 1,6 Milliarden Euro, sollen dafür an Fördermitteln zur Verfügung gestellt werden, um die Situation an den wichtigsten US-amerikanischen Standorten zu verbessern. „Das Geld soll über einen Hilfsfonds verteilt werden und größtenteils in Form günstiger Darlehen und Zuschüsse etwa an örtliche Wohnungsbehörden fließen“, werden dazu konkrete Einzelheiten beschrieben.

Tech-Riesen als Treiber der Wohnraumkrise

Auch andere Unternehmen wie etwa die Tech-Konzerne Apple, Microsoft oder der Google-Konzern Alphabet hatten sich zuvor schon mit ähnlichen Projekten hervorgetan. Von Kritikern werden entsprechende Ambitionen allerdings häufig eher als Mittel der Imagepflege abgetan. Ein grundlegender Faktor der Kritik sei zudem, dass die Konzerne an den jeweiligen großen Standorten selbst als eine wesentliche Ursache der Wohnraumknappheit gelten.

Das Thema Wohnraum spielt auch bei potenziellen Neuansiedlungen der Konzerne wie Amazon immer eine Rolle. Als Amazon 2018 auf der Suche nach einem Standort für ein neues Hauptquartier (HQ2) war, warnten beispielsweise Experten vor möglichen Nachteilen für die Städte und zogen dabei etwa die Entwicklung am Hauptstandort Seattle heran: Dort sei laut damaligen Berichten die Median-Miete zwischen 2005 und 2015 von 1.008 US-Dollar auf 1.286 US-Dollar angestiegen. Grund für das Ansteigen der Mieten ist dabei häufig, dass die Konzerne bei einer Ansiedlung einen Bevölkerungsboom auslösen und damit auch die Nachfrage nach Wohnraum erhöhen.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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